![]() Deutschrock / Rock Musikalische Stationen:
- Gruppe OPUS 1971 bis 1972 - Gruppe Octopus 1972 - Gruppe Kadenz 1973 bis 1974 - Gruppe OPUS 1975 bis 1976 - Gruppe Metropol 1977 bis 1983 - Gruppe Reinhard Tesch & Co 1983 bis 1989 - Gruppe GOING ON TUESDAY 2006 bis heute Die Biographie:
Reinhard nahm seinen ersten Gitarrenunterricht im Alter von 8 Jahren im Zentralhaus der Jungen Pioniere Lichtenberg und erlernte bei Herrn Walter Schweizer seine ersten Griffe. Er spielte dort für mehrere Jahre im Volksmusikinstrumenten-Pionierorchester. Es dauerte nicht lange, bis er in den 60er Jahren von der "Beatlemania" mit erfasst wurde. Bevor er sich eine richtige Gitarre kaufen konnte, baute sich Reinhard seine erste elektrische Gitarre selbst. In der Oberschulzeit gründete er mit Schulkameraden eine Schulband. Nach dem Abitur begann Reinhard an der Humboldt Universität Gartenbau zu studieren. Dort lernte er Ulrich Gnoth kennen, der bei der Gruppe OPUS spielte. Ulrich, der später für Rezensionen von Amiga Schallplatten bekannt wurde, warb ihn bald für die Band. OPUS, Octopus, Kadenz und OPUS... Im Jahre 1971 wurde Reinhard Mitglied der Gruppe OPUS (u.a. mit dabei waren Peter Grützmacher [bg], Burghard Grzonka [voc], Horst Schmäke [org], Kurt Weßlowski [dr], Lutz Krüger [dr]). OPUS war Anfang der 70er als erfolgreiche Tourband bekannt und setzte später eine kurze Pause ein. Sie spielten Rockklassiker von Jimmy Hendrix, The Animals, Grand Funk Railroad, Beatles, Black Sabbath, Uriah Heep, Jethro Tull, Santana, Deep Purple uvm. Im Jahre 1973 gründete Reinhard zwischenzeitlich die Gruppe Octopus u.a. mit Christian Pittius (bekannt geworden durch die Klaus Lenz Big Band) am Keyboard. Es gab endlose Jam-Sessions im Keller seines Elternhauses in Berlin Bohnsdorf. Reinhard war von Christian, der schon damals eigene Stücke mit in die Band brachte, und seinen Piano-Künsten fasziniert. Bald griff Reinhard zur Feder und arbeitete selbst an Eigenkompositionen.
Metropol Im Jahre 1978 spielte Reinhard mit Metropol bei einem Wettbewerb im EAW Treptow. Dort belegte er den ersten Platz als Gitarrist unter den Berliner Amateurmusikern. Reinhard studierte an der Musikschule Berlin Friedrichshain und von 1979 bis 1983 an der Musikhochschule Hanns Eisler Berlin. Viele der frühen Metropol-Rundfunkproduktionen haben es leider nicht auf eine Schallplatte beim DDR-Plattenlabel AMIGA geschafft. Es sei hier zu nennen "Hier in der Großstadt" (Reinhard Tesch), "Nun mach ich Dampf" (R. Tesch, H. Balkow-Gölitzer), "Berlin" (R. Tesch, H. Balkow-Gölitzer), "Geben und Nehmen" (R. Tesch, H. Balkow-Gölitzer), "Die Wahnsinnsbraut" (R. Tesch, H. Balkow-Gölitzer) uvm. Sein großer Durchbruch als Komponist kam im Jahre 1982 mit "Und ich sehn' mich nach dir" (Reinhard Tesch, Ingeborg Branoner). Der Song wurde im Berliner Rundfunk mit Metropol produziert (Reinhard Tesch [g, back-voc], Axel Gröseling [bg, voc], Roland Fischer [dr]). Das Streicherarrangement schrieb Horst Schmäke, den Reinhard noch aus der ersten OPUS Band kannte. Für das Saxophon-Solo wurde Andreas Bicking arrangiert. "Und ich sehn' mich nach dir" wurde 1983 einer der meist gespielten Songs im Berliner Rundfunk und ist bis heute noch erfolgreich und beliebt. Er ist auf zahlreichen Samplern erschienen und wird immer wieder gern verlegt. Gern erinnert sich Reinhard an Auftritten mit internationalen Künstlern wie zum Beispiel mit Roger Chapman und 1981 mit der Nick Straker Band bei der Sendung Rund in Dresden Heidenau und im Metropol Theater.
Nach vielen Konzerten in der Heimat führte es die Band auf eine Tournee nach Ungarn, wo sie in Budapest im Jugendpark mit der Band DEO auftraten. Reinhard erzählt über diese Reise folgendes: "Es war schon ein gewaltiger Unterschied, ob man als Tourist mit einem Rucksack das Land besucht, oder ob da eine ganze Band mit LKW und Technik dabei steht. Ich muss sagen wir waren ungeheuer gespannt auf das was da ablaufen sollte. Viel wussten wir nicht vorher. Wir kannten den Jugendpark in Budapest, ahnten was für ein heißes Eisen da in unserem Terminbuch stand. Der Jugendpark war damals die Domäne der Budapester Rockszene. Dort zu bestehen war schwer. Als wir jedoch die ersten paar Takte spielten kamen die Jungen und Mädels gleich dicht an die Bühne und tobten mit. Wunderkerzen und Windlichter wurden angezündet und im Takt mitgeschwungen. Neben Budapest spielten wir zwei mal in Balatonföldvar und in Kiliantelep."
Auf dem Höhepunkt der Metropol-Karriere verließ Reinhard die Band. Reinhard erzählt darüber: "Nach dem großen Erfolg wussten wir nicht, wie es weiter gehen soll. Wir standen vor Fragen wie z.B. 'Sollten wir mit unserem konventionellen Gitarrensound oder mit Rockballaden weitermachen?' oder 'Sollten wir die Band vergrößern?' Damals habe ich mich stark genug gefühlt, um auf eigenen Beinen zu stehen und war voller Ideen, die ich gern verwirklichen wollte. Zu meiner Entscheidung kam noch hinzu, dass das Budget der Veranstalter immer kleiner wurde, um große Bands zu finanzieren". Reinhard Tesch & Co Im Jahre 1983 gründete Reinhard mit Michael Stappenbeck (g, keyb) die Gruppe REINHARD TESCH & CO. Um ihre Songs live aufführen zu können, experimentierten sie anfangs mit Drum Machines und Bass Sequenzer, die Tontechniker Peter Passow vom Mischpult mit einschleifte. Nach kurzer Zeit wurde aus dem Duo ein Trio, mit Andre Losack an der Bassgitarre. Dieser Wechsel tat den Jungs sehr gut. Ihre Autogrampost vervielfältigte sich sprunghaft.
Die Band wurde in den 80ern mit ihrem Programm "Ich bin ein Mann - wer ist mehr" eine beliebte Tourband. Sie spielten auf großen und kleinen Bühnen, bei zahlreichen Jugendveranstaltungen und in Jugendklubs. Höhepunkte waren eine Tournee nach St. Petersburg (Russland) und eine Tournee nach Bulgarien. Während ihres Bestehens war die Band in damals allen einschlägigen Fernsehsendungen wie "Sprungbrett", "rund", "bong", "Stop! Rock", Silvesterveranstaltungen des Fernsehens, uvm. zu sehen. 1984 traten sie während der Veranstaltung "Rock für den Frieden" in der Diskothek des Palastes der Republik auf. Weitere Musiker und Gastmusiker bei Livekonzerten und Touren von REINHARD TESCH & CO waren: o Alexander Jereczinski (keyb) 1984 o Uli Werfel (bg) 1984 bis 1985 o Eghard Schumann (key) 1986 bis 1987 o Uwe Carsten (bg) 1986 bis 1987
Wie viele andere Bands, waren auch REINHARD TESCH & CO in den 80ern von einer politisch/ökonomischen Krise in der DDR betroffen. Songs wurden mehr und mehr zensiert und Veranstaltern wurden die Zuschüsse für kulturelle Veranstaltungen gestrichen, was natürlich auch den Rundfunk und AMIGA beeinflusste. Leider schafften es die Songs von REINHARD TESCH & CO vor der Wende nicht auf einen Tonträger bei AMIGA. Nicht auf AMIGA veröffentlicht und im Rundfunk produzierte Songs: "Bin keine Marionette (Reinhard Tesch/Siegfried Scholz) "Dein Freund möcht' ich gern sein" (Reinhard Tesch/Michael Stappenbeck) "Du bist es Du" (JereMal) "Fotomanie" (Reinhard Tesch/Gerd Pfeil) "Frühlings Reggae" (Reinhard Tesch) "Hab' dich satt" (JereMal) "Junge Mädchen" (Reinhard Tesch/Michael Stappenbeck) "Kater Murr" (Reinhard Tesch) "Kinderträume" (Reinhard Tesch) "Null Bock auf Star Wars" (Reinhard Tesch/Ralph 'IC' Schmidt) "Rock 'n' Roll Café" (Reinhard Tesch) "Schwester der Dunkelheit" (Reinhard Tesch) "Weine nicht wenn ich jetzt geh'" (Reinhard Tesch/Ingeborg Branoner) "Rock'n Roll Café" (Reinhard Tesch)
Nach der Wende: Umzug ins Ausland Nach der Wende im Jahre 1992 siedelte Reinhard in die USA um. Er wollte sich sofort wieder irgendwo musikalisch engagieren. In den ersten Jahren fand er dort jedoch keine geeigneten Partner, mit denen er ernsthafte musikalische Projekte verfolgen konnte. Es war nicht einfach sich an die doch fremde Kultur und die andere Mentalität der Menschen zu gewöhnen. Um Anschluss zu finden wendete er sich an die "International Songwriters Guild" in Orlando Florida und wurde dort zeitweilig aktiv. o In den 90ern ging er einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nach und schrieb wieder fleißig Songs o Er brachte seinen Sohn Marius wöchentlich zum Pianounterricht. Durch die Pianoschule hatte er endlich Kontakte zu einigen lokalen Nachwuchskünstlern, u.a. mit "JoJo" und "Girl Zone", mit denen er im eigenen Projektstudio anfing zu arbeiten. o Girl Zone produzierte 2004 mit Lucid Services, Inc. Orlando den Song "Don't steal this Kiss" (Reinhard Tesch) Im Jahre 2005 hat Metropol über eine potentielle Wiedervereinigung gesprochen. Die Musiker gaben damals in einer großen deutschen Zeitschrift ein Interview und meinten, "Amerika - warum eigentlich nicht?". Obwohl keine Zusammenarbeit zustande kam, hat Reinhard das Treffen mit seinen ehemaligen Kollegen sehr inspiriert. In der Tat fand er immer mehr Anklang in seiner Wahlheimat. Reinhard erzählt: "Die Amis waren neugierig was da so einer aus dem Ostblock in der amerikanischen Musikszene macht. Besonders einer der hinter The Berlin Wall, jenseits von Checkpoint Charlie aufgewachsen ist. Immer wieder muss ich hier von meinen Erlebnissen in Ostdeutschland erzählen".
Reinhard vermisste das Live-Spielen sehr und fand 2006 endlich wieder Anschluss als Gitarrist und Sänger bei der Band GOING ON TUESDAY (siehe Foto links). Er ist in dieser Band bis heute aktiv. Eine Cover-Band, die auch einige Songs von Reinhard's Solo Album auf ihrer Play-Liste hat. Die Band spielt u.a. in lokalen Klubs, bei Hotel Veranstaltungen und mehreren Fund Raiser Events für das "Children's Miracle Network" in Orlando Florida. Reinhard erzählt dazu: "Die Live-Auftritte mit der Band gaben mir neue Energie und Mut, um wieder ins Studio zu gehen, um eigene Lieder für mein lang geplantes Album aufzunehmen". Reinhard Tesch - Solo "Back in Town" ist eine Kollektion von Songs. Es repräsentiert Stücke aus den vergangenen Jahrzehnten bis heute. Alle Tracks wurden in Orlando (Florida) mit der Hilfe seines Sohnes Marius Tesch im eigenen Studio im Loft seines Hauses aufgenommen und in Berlin von Eghard Schumann produziert, gemixt und gemastert. Um diese Produktion über den Ozean möglich zu machen haben Reinhard und Marius ihr Studio auf aktuellen Stand bringen müssen. Neue Hard- und Software war notwendig und es musste ein Weg gefunden werden, wie man mit Eghard mit großen GB Audiodaten kommunizieren können. Das Uploaden und Downloaden wurde ein täglicher Prozess. Es war auch ein Lernprozess, um an Eghards Know-How anzuschließen. Dabei herausgekommen ist eine Produktion, die sich durchaus hören lassen kann.
Reinhards Lyrics erzählen von Lebenserfahrungen, Träumen, Reisen, Liebe, seine Leidenschaft für Rock'n Roll, und Menschen, die er vermisst ("Better Days Ahead"). Sein Album beschreibt er selbst als eine Reise zwischen zwei Welten. Reinhard gab sein Solo-Debüt 2011 während eines Fund-Raiser-Events im Amphibientheater am Lake Eola in Orlando (Florida). Neben all der fantastischen Unterhaltung sollte dieses Event helfen, Aufmerksamkeit auf die ALS/Lou Gehrig's Erkrankung zu bringen und war zugleich eine Spendenaktion für die ALS Forschung und Unterstützung von Patienten, die unter dieser Krankheit leiden. Die Einnahmen der zum Verkauf angebotenen CD gingen zum ALS Fund. Bei einer CD Release Party erschienen 2011 viele Musiker, Fans und Freunde aus verschiedenen Bundesstaaten. Überraschungsgast war Eghard Schumann aus Berlin. Zur Zeit bereitet sich Reinhard auf Live Auftritte mit einer Band in Florida vor, um sein Album dem lokalen Publikum vorzustellen. Zukunftspläne sind u.a. auch, wieder nach Deutschland zurückzukehren um dort seine "Back in Town"-Tour fortzusetzen. "Back in Town" ist bei Internetvertreibern wie iTunes und Reverbnation als mp3 Download verfügbar. Bei Amazon USA wird die CD auch als Hard Copy; in Deutschland zur Zeit nur als mp3 Download angeboten.
Anmerkung: Dieses Portrait entstand unter Mitwirkung und aktiver Hilfe von Reinhard Tesch. Vielen Dank! Weiterführende Links: - Portrait die Gruppe METROPOL: Reinhard Tesch im Internet: - off. Homepage von Reinhard Tesch: www.reinhardtesch.com - Reinhard Tesch bei Facebook: HIER - Portrait über Reinhard Tesch bei reverBnation: HIER - Homepage von Reinhards Sohn Marius: www.mariustesch.com
Die Diskographie:
DVD:
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