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Der Sachsendreier + RENFT live in Schalkau am 27. August 2010
Bericht: Mike Brettschneider Fotos: Pressefotos
Mein schon im Bericht über den 13. August 2010 in Sondershausen erwähnter treuer GOLF brachte mich auch am vergangenen Freitag nach getaner Arbeit im Büro und einem etwas früheren Feierabend gut von der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt ins ca. 105 km entfernte Schalkau zum dortigen Schützenplatz, auf dem am Abend ein ganz besonderes Event stattfinden sollte: Der SACHSENDREIER (STERN-COMBO MEISSEN, LIFT und electra) sowie die Band RENFT. Das einzigartige Projekt SACHSENDREIER machte sich in diesem Jahr leider äußerst rar, umso erfreuter war ich, dass es doch tatsächlich den Weg ins tiefste Thüringen fand. Nach einer Fahrt durch sämtliche Facetten, die das Wetter so zu bieten hat, konnte ich bei meiner Ankunft schon die Jungs der STERN-COMBO begrüßen. Es dauerte nicht lange und immer mehr gesellten sich dazu. Werther Lohse, die Musikanten von electra und auch die von RENFT. Zwischen allen Gesprächen gab's immer mal wieder fragende Blicke gen Himmel, denn es hatte sich wieder mächtig zugezogen. So kam dann gegen halb sechs eine Dusche runter, die es in sich hatte. Ein Glück, dass sowohl die Bühne gut überdacht war und auch für den Backstage-Bereich ein großes Zelt zur Verfügung stand, in dem es an nichts fehlte. Mittlerweile lief auch der Soundcheck und nach 18.00 Uhr kamen die ersten Gäste. Unter ihnen übrigens auch Stephan Meyer vom Platten-Keller e.V.. Den Hörern von www.rockradio.de dürfte er durch seine Sendungen "Stephan's Platten-Keller" und den "FrühstücksRock" bekannt sein. Falls nicht, demnächst einfach mal reinhören, es lohnt sich! Er brachte auch noch zwei Musikanten von der Bamberger Band "MR. SISTER" mit, die sich sehr für das, was heute abgehen sollte, interessierten und auch einige Kontakte knüpfen konnten. Nach und nach füllte sich der Schützenplatz und wenige Minuten nach 21.00 Uhr begann die STERN-COMBO, den langen Musikabend zu eröffnen. "Der weite Weg", "Die Sage", "Was bleibt" und "Der eine und der andere" waren der erste Teil des Sets. Bei bestem Sound - Dank des Teams von BLB Akustik Meißen - brauchte es nicht lange, bis sich beim Publikum Freude und Begeisterung einstellten. Larry B. übergab an die Kollegen von LIFT, die mit "Wasser und Wein" ins Programm einstiegen. Es folgten "Jeden Abend" und "Nach Süden". Auch ihnen und ihren Songs war die Sympathie des Publikums sicher und dies wurde durch lautstarken Applaus ausgedrückt. Als Dritte im Bunde erklommen dann electra die Bühne und ließen es nach ihrem klassischen Einstiegs-Part mit "Einmal ich, einmal du, einmal er" und "Vier Milliarden" - beide gesungen von Gisbert Koreng - richtig krachen. Als zweiter Sänger kam Stephan Trepte hinzu, ließ mal wieder die "Blätter fallen" und hauchte anschließend der "Sixtinischen Madonna" Leben ein. Ohne Pause - und vor allem noch immer ohne Regen! - kamen Thomas Kurzhals und Marek Arnold auf die Bühne zurück, um gemeinsam den "Frühling" meisterhaft zu spielen. Danach die aktuelle Single "Das kurze Leben des Raimund S.", bei dem ich bemerkenswert fand, wie aufmerksam sich das Publikum auf den Inhalt des Songs konzentrierte. Mit "Stundenschlag" und "Also was soll aus mir werden" gab es dann zwei weitere Highlights aus der musikalischen Schatzkiste der STERN-COMBO. Danach wieder LIFT. "Mein Herz soll ein Wasser sein" und "Meine Schulden" sangen Werther Lohse und Stephan Trepte im Duett, und es folgte ein weiterer Klassiker: "Am Abend mancher Tage". Werther kündigte nun den Sänger an, der an diesem Abend noch gar nicht auf der Bühne zu sehen war: "Mampe" Peter Ludewig. Auch er faszinierte mit den Stücken "Weiter weiter", "Das kommt, weil deine Seele brennt" und natürlich "Der grüne Esel" das Publikum. Nun gab es kein Halten mehr, auf der Bühne vermischten sich die Musikanten der einzelnen Bands zu einer Band. "Tritt ein in den Dom", "Der Kampf um den Südpol" (auch an diesem Abend Reinhard Fißler gewidmet) und die "Tagesreise". Unbeschreiblich, welche Begeisterung nun nochmals im Publikum um sich griff. Trotz der einsetzenden Abendkühle ließ es sich kaum jemand nehmen, in den Ruf nach einer Zugabe einzustimmen. Und die Bands ließen sich nicht lange bitten und gaben mit "Nie zuvor" (electra), dem "Rabe-Medley" und "Wir sind die Sonne" (STERN-COMBO MEISSEN) dem Publikum genau das, was sie unbedingt noch hören wollten. Eine absolut runde Sache, dieser SACHSENDREIER 2010. ![]() Doch damit nicht genug, denn es stand ja noch eine weitere Band auf der Ankündigungsliste: RENFT. Nach einer kurzen Umbaupause kamen kurz vor Mitternacht Thomas "Monster" Schoppe, Gisbert "Pitti" Piatkowski, Marcus "Basskran" Schloussen und Detlef "Delle" Kriese auf die Bühne und rockten, was das Zeug hielt. Ich gebe zu, (bisher??) nicht unbedingt DER RENFT-Fan zu sein, aber was und wie da gespielt wurde, faszinierte auch mich. Eine geile Besetzung mit tollen Instrumentalisten, die ihr Handwerk verstehen. Das Publikum sah's wohl ähnlich und so spielten RENFT bis kurz nach halb zwei Uhr morgens ihre Songs. Ein wirklich klasse Konzertabend, den Heiko Biener mit seinem Team vom Jugend- und Freizeitverein "ProClub" Schalkau e.V. da organisiert hat. Danke dafür und danke auch für die hervorragende Bewirtung. Eine gute halbe Stunde nach Konzertende ging's dann ins Hotel nach Mengersgereuth-Hämmern (knapp 10 km von Schalkau entfernt) und dort gab's in illustrer Runde noch die eine oder andere Anekdote aus dem Musikantenalltag oder z.B. auch ein sehr interessantes und ausführliches Gespräch mit Werther Lohse und Detlef "Delle" Kriese zum Thema Musik an sich. Hat mich sehr gefreut, den Abend in solch netter Runde ausklingen lassen zu können. Beim Frühstück am nächsten Morgen sorgte dann vor allem Gisbert Koreng mit seinen herrlichen Stimmen-Imitationen für viel Spaß im "Frühstücksraum". Noch das eine oder andere Gespräch am Rande und nach und nach verließen alle das Hotel, um ihre verschiedenen Samstagsziele anzusteuern. So begab auch ich mich gegen zwölf auf den Heimweg, war in Gedanken noch immer bei dem am Abend vorher Erlebten und schrieb Euch heute etwas von diesen Gedanken auf. Aufgrund eines vergessenen Akkus kann ich meinen heutigen Bericht leider nicht mit Fotos illustrieren, aber ich bin sicher, dass Ihr meinen Gedanken auch ohne Fotos verstehen werdet. Zum Abschluss möchte ich natürlich noch aufklären, was es mit dem "Wunder von Schalkau" auf sich hat: Trotz äußerst unerfreulicher - fast schon katastrophaler - Wetterprognosen schafften der SACHSENDREIER und RENFT neuerlich drohende Regenfälle und Gewitter komplett zu eliminieren und sorgten so dafür, dass mitgebrachte Regenschirme etc. den kompletten Abend über nicht zum Einsatz kommen mussten. Wenn das kein Wunder war... |