Bericht: Katrin Domschke
Fotos: Katrin Domschke (außer Pressefoto oben)









Anmerkung der Redaktion: Es hat wieder mal die getroffen, die von der gleichen Katastrophe vor noch gar nicht all zu langer Zeit schon einmal heimgesucht wurden. Durch die heftigen und ergiebigen Niederschläge im August geht auch der Sommer 2010 durch seine Hochwasser in die Geschichtsbücher ein. Dabei sind doch gerade in den letzten 15 Jahren in Sachsen und Brandenburg die Flüsse (und sogar Bäche) so oft über ihre Ufer getreten und haben dabei viele Existenzen ruiniert. Wie eingangs schon erwähnt, traf es manche Menschen jetzt doppelt, denn sie wurden auch 2010 wieder Opfer der Fluten.

Das sächsische Wirtschaftsministerium wird für betroffene Unternehmen wohl Geld bereitstellen, die Rede ist von knapp 50 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und des Freistaates, aber dieses Geld ist für die Unternehmen. Doch was ist mit den Privatleuten, die von den Versicherungen teilweise wegen ihrer zu nah an den Überflutungsgebieten liegenden Grundstücken nicht mehr versichert werden? Hier gibt es viele Einzelschicksale, um die sich möglichst schnell und unbürokratisch gekümmert werden muss. Neben der Politik und Spenden aus der Bevölkerung packen auch immer wieder Künstler mit an und helfen durch ihren Vortrag beim Wiederaufbau oder der Wiederherstellung von Wohnraum. Diese Auftritte haben aber nicht nur einen finanziellen Hintergrund, das Kommen der Künstler und ihre Auftritte vermitteln auch Solidarität und bieten knapp 2 Stunden Ablenkung vom Alltag und vom Kummer. So beteiligte sich jetzt auch Matthias Reim mit einem Benefiz-Konzert am vergangenen Sonntag in Görlitz an dieser finanziellen und moralischen Aufbauhilfe. Katrin Domschke berichtet Euch über das Benefiz-Konzert des Musikers:



Bericht von Katrin Domschke:
Matthias Reim, der liebevoll von seinen Freunden und Fans "Matze" genannt wird, fasste sich spontan ein Herz, um auf seine Art den Flutopfern in der Region Ostsachsen zu helfen. Die eigentliche Idee für das Benefizkonzert in Görlitz hatte eine Freundin von Matthias Reim, und Verwandte des Tourmanagers, aus Strahwalde. Sie setzte sich nach der Hochwasserkatastrophe vor etwa zwei Wochen kurz entschlossen ans Telefon, um ihre Idee zu verkünden und danach ging alles ziemlich schnell, wie ich im Gespräch mit Matthias Reim & Band erfuhr.

Für den sympathischen Sänger und seine Bandmitglieder war es eine Selbstverständlichkeit sofort zuzusagen, denn sie wurden bei ihren Konzerten bisher immer von den Fans in Ostdeutschland, insbesondere in Sachsen, mit offenen Armen und sehr herzlich empfangen. Matthias Reim wusste dies stets zu schätzen. Er meinte, dass es die schönste Art sei, seinen Fans genau jetzt zu danken, in dem er nun ihnen bzw. den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe möglichst unkompliziert Hilfe zu teil werden lassen kann.

Am 22. August 2010 kurz nach 18:00 Uhr eröffnete der Oberbürgermeister von Görlitz, Herr Joachim Paulick, mit einer kurzen Ansprache die Benefizveranstaltung. Bei schönstem Sonnenschein erlebten die sehr zahlreich erschienenen Fans und Musikinteressierten ein großartiges zweieinhalbstündiges Konzert, bei dem Zugaben natürlich nicht fehlen durften.
Die Menschen vor Ort sangen textsicher zusammen mit ihrem "Matze" die unendlich vielen tollen Songs. Ein Highlight im Konzertprogramm ist auch immer wieder der Erfolgshit von Karat "Über sieben Brücken", den Matthias Reim bis heute beeindruckend findet.

Von Beginn an war die Stimmung grandios - immer wieder gab es tosenden Beifall vom begeisterten Publikum und selbst ein kurzer Regenschauer in der zweiten Konzerthälfte konnte daran nichts ändern.
Mehrfach dankte Matthias Reim an diesem Abend allen beteiligten Organisatoren und Helfern, ob nun der Landskron Kulturbrauerei Görlitz, Radio Lausitz, den Plakatierern, der Security, dem DRK, den Technikern, den Firmen, die sich um Speis und Trank kümmerten etc., für die Unterstützung, denn nur so konnte das Benefizkonzert erfolgreich durchgeführt werden. An dieser Stelle sei auch noch einmal erwähnt, dass wirklich alle vor Ort ehrenamtlich mit anpackten und die Künstler verzichteten auf jegliche Gage.

Am Ende des Konzertes versprachen Matthias Reim & Band, dass der komplette Reingewinn der Benefizveranstaltung hundertprozentig gespendet wird und den Hochwasseropfern direkt zu Gute kommt. Auch wenn der genaue Erlös noch nicht beziffert werden konnte, so erfuhr ich von Herrn Semrok von der Landskron Kulturbrauerei Görlitz, dass weit über 1500 Menschen zum Benefizkonzert gekommen waren. Bei der dementsprechenden Anzahl verkaufter Eintrittskarten, dürfte der Betrag nicht zu unterschätzen sein. Gleichfalls versprach "Matze", glücklich und sichtlich gerührt von der beeindruckenden Atmosphäre, dass er natürlich sehr gern wieder nach Görlitz kommen wird.

Im Nachhinein nahmen sich die Musiker ausgiebig Zeit für Gespräche mit den Fans, Freunden so wie Betroffenen der Hochwasserkatastrophe und erfüllten die vielen Autogrammwünsche. Matthias Reim & Band wollten neben der finanziellen Unterstützung, den Menschen in unserer Region auch wieder etwas Fröhlichkeit und Hoffnung zurückgeben. Und dies ist ihnen ganz sicher gelungen. Wir sagen DANKE an die Helfer mit Herz!





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