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TAYLOR, Bell, Book & Candle , PUHDYS in Auerbach, 28.7.07 Bericht: Bernd Teichert Fotos: Bernd Teichert
Nun haben wir uns auf den Weg von ca. 160 km in die Heimat des Holzmichl´s und der "Maschendrahtzaun"-Frau, Regina Zindler, nach Auerbach ins Vogtland gemacht. Auf der Anreise waren schon die eine oder andere Wolke am Himmel zu sehen. Als wir nun endlich die Karten gekauft hatten (23,90 Euro - und das für ein Stadtfest!) konnten wir auch gleich rein, an der Bühne war es schon in Reihe eins ziemlich besetzt, selbst ein heftiger Platzregen wurde nur mit Schirmen getrotzt, kaum jemand von vorn ergriff - im Gegensatz zu Frauenhain - die Flucht. Uns erwartete eine recht große Bühne und diese mit Soundtechnik eines Drittanbieters. Positiv zu erwähnen die kurzen Umbaupausen zwischen den Acts und die teilweise reduzierte Lautstärke bei der Diskomusik, was uns vorn gute Unterhaltung ermöglichte. Auch insgesamt war es an diesem Abend bei allen drei Acts soundtechnisch optimal abgestimmt, so daß ich mein Hörgerät getrost abschalten konnte.
Der erste Support-Act wurde von TAYLOR über die Bühne gebracht, so eine Mischung zwischen Chris Rea , Peter Gabriel und natürlich alles in Englisch. Sie wurden vom Publikum überwiegend gut aufgenommen. Englisch ging es weiter mit einer weiteren deutschen Band, immerhin mit zwei Söhnen der PUHDYS und dem Enkel von Peter Meyer und Sohn von Henne und Jana - Tommy Groß - am Licht. Klar, "Bell, Book & Candle" ist gemeint. Wir haben sie eine Weile nicht mehr live gesehen und waren gespannt, ob es von ihnen was neues gibt. Ja gab es auch, das Drumsolo von Andy und das Gitarrenduo-Stück von "Jagsch" und Henne, begleitet von Andy an den Drums. Songmäßig hatte ich allerdings auf das deutsche Stück "Mein Leben" gehofft und gewartet, aber leider umsonst. Dieser Titel lief recht erfolgreich in einer ARD-Vorabendserie. Warum es nicht live gesungen wird, ist und bleibt mir ein Rätsel. Allerdings brachten vor allem Jana und Henne richtig "Leben" ins Geschehen, weil sie das Publikum in ihren Auftritt von Anfang an einbezogen. Das ist wirklich sehenswert und nicht immer so üblich! Bekannte Titel aus "Read My Sign" unter anderem der "One Hit Wonder"-Titel "Rescue Me", aber auch Songs aus "Bigger" und "Universe" wurden gespielt, so auch das "Louise", was sie ja auch zu den Weihnachtskonzerten mit den PUHDYS 2004 und 2005 im Programm hatten. Schön war es auch, "Diak" (eigentlich Dirk), einen ehemaligen Techniker der PUHDYS, wieder zu sehen Er jobbte an diesem Abend für Bell, Book & Candle. Weitere , diesmal natürlich etwas längere Umbaupause, was ja auch technisch bedingt notwendig war. Nun kamen die PUHDYS, vom Gastgeber angekündigt, auf die Bühne... natürlich mit "Kühle Lady". Ihr 105 Minuten langes Konzert ähnelt den Setlists der Vergangenheit. Auch der "Ikarus" mit zwei Gastgitarristinnen aus dem Publikum war wieder dabei. Jeder, der oben schon mal mit dabei war, wird es als unvergeßliches Erlebnis in Erinnerung behalten. Die Ansagen während des Konzertes von Maschine sind 1:1 identisch mit den Konzerten in Frauenhain, Chemnitz (nur der VA-Ort nach dem 2.Lied "Segelboot" wurde natürlich korrekt mit Auerbach angesagt). Nach Maschines Ansagen beim Ostrock-Klassik in Dresden habe ich sehr auf frischen Wind und neuen Ideen in Sachen Integration des Publikums seitens der PUHDYS gehofft. Schade ist auch, dass z.B. der Titelsong vom aktuellen Album "Alles hat seine Zeit" genau so fehlten, wie "Regen" - gesungen von Quaster. In Kamenz gab es diese Titel zum letzten Mal in Unplugged-Versionen. Bei den bekannten Titeln wie "Lebenszeit", "Geh zu ihr" und auch natürlich "Alt wie ein Baum" ging das 1800 Leute (Quelle: Freie Presse, 31.7.07) zählende (eher) "Stadtfest-Publikum" natürlich voll mit, bei den aktuelleren Titeln war es eher in den ersten Reihen "lebhaft". Nach den "Eisbären" beriet Maschine sich mit Crew und Bandmitgliedern, und er kam mit Gitarre wieder vor. Spontan wurde entschieden, "An den Ufern der Nacht" zu spielen , das war für mich die große Überraschung des Abends! Vor allem, daß man kurzfristig dieses Lied doch ins Programm nimmt und somit spontan entschied. So müssen PUHDYS-Konzerte öfter ablaufen, fand ich wirklich sehr genial. Paar Komik-Einlagen gab es auch zu sehen, Quasters Gesten immer wieder herrlich anzusehen, oder wie er bei der "Rockerrente" über die Bühne watschelt. Wie Maschine Quaster und Bimbo beim Ikarus im "Puhdys Medley" immer wieder in "Rockerposition" aufstellt. Spontan stand auch Peter Meyer mitten im Undercover-Medley mit den schönsten Ostsongs von seinem Arbeitsplatz auf und schob eine Sackkarre über die Bühne hin und her. Warum, weshalb, kann ich leider auch nicht beantworten.. ich hoffe, dass man sich nach dieser Einlage keine Sorgen machen muss... Wenn Maschine in Zukunft mehr auf das Publikum im jeweiligen Veranstaltungsort eingehen würde, mehr mit ihnen "arbeitet", könnten es für alle, auch für uns "Dauergäste", wieder abwechslungsreichere Konzerte werden. Es ist nicht nur allein die Setlist, sondern die Art und Weise, wie man Konzerte zum Publikum trägt. Man kann von keiner Band verlangen, daß sie Setlists stetig ändert. Nach dem Konzert hatten wir noch einige Gespräche geführt, ehe dann alle die Heimreise antraten. Alles in allen war es ein schöner Ausflug, das Konzert war allgemein gut, nicht mehr, nicht weniger. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
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