Sommerkonzert in Pätz/Bestensee am 25. Juni 2011
mit DIE OSSIS, DUO MINITRAUM, HARRY JESKE u.v.a.


Bericht:
Torsten Meyer

Fotos:
Reinhard Baer





Normalerweise weiß ich, worauf ich mich einlasse, wenn ich ein Konzert besuche. Am heutigen Abend verhielt sich das etwas anders. Mein Weg führte mich nämlich zu einem Event, welches auf den entsprechenden Plakaten als "2. Pätzer Sommerkonzert" angekündigt wurde. Als Hauptact standen immerhin DIE OSSIS auf dem Plan, von deren Existenz ich wenigstens schon mehrfach gehört hatte. Und einen HARRY JESKE kenne ich natürlich auch, wenngleich hauptsächlich in seiner Funktion als Bassist der Puhdys bis 1997. Aber das war es dann auch schon. Alle weiteren Namen, die auf dem Sommerfest für Unterhaltung sorgen sollten, sagten mir eher nicht viel. Es würde also eine Gleichung mit vielen Unbekannten werden. Aber gut, dachte ich mir, warum soll man nicht auch mal abseits der großen Bühnen gute Unterhaltung geboten bekommen? Ich machte mich also auf den Weg nach Pätz, was ungefähr 30 Kilometer südlich von Berlin und 8 Kilometer von Königs-Wusterhausen entfernt liegt. Dort traf ich mich mit meinem Deutsche Mugge-Kollegen Reinhard Baer, der am heutigen Abend den Part des Fotografen übernahm, und erlebte einen langen Abend mit ganz viel Musik unterschiedlicher Art.

Wenn ich eben von "vielen Unbekannten" schrieb, so war die größte Unbekannte zunächst die Laune von Herrn Petrus. Um es vorweg zu nehmen: er benahm sich überaus anständig, denn er hielt seine Schleusen geschlossen. Also stand einem uneingeschränkten Genuss des Programms nichts im Wege. Als Reinhard und ich kurz vor 18:00 Uhr auf der Pätzer Dorfaue eintrafen, hielt sich der Andrang des Publikums noch in Grenzen. Ohnehin war ich sehr gespannt, inwieweit sich die lauschige Dorfaue füllen würde, da Pätz selber nur ein Dörfchen mit ca. 800 Bewohnern ist. Aber es war natürlich damit zu rechnen, dass aus den umliegenden Dörfern und Ortschaften noch einige Interessenten eintreffen würden. Das Fest selbst fand zum zweiten Mal statt. Aber nicht etwa eine Agentur wurde mit der Organisation beauftragt. Nein, ein Herr aus den eigenen Reihen betätigte sich als Mann der Tat. Axel Schulze, hauptberuflich als Zahnarzt in Pätz tätig, nutzte das 20-jährige Jubiläum seiner "Praxis im Grünen", um beim diesjährigen Sommerfest nicht nur als Sponsor, sondern auch als Organisator aufzutreten. Er höchstpersönlich kümmerte sich um die künstlerische Seite des Abends, engagierte die anwesenden Bands und Solisten. Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, dass Axel Schulze nebenbei selber als Sänger tätig ist, wovon wir uns im Laufe des Abends noch überzeugen konnten.


Die Vorlage zum Programm

Pünktlich um 18:00 Uhr eröffnete dann genannter Axel Schulze mit ein paar Begrüßungsworten das Programm. Als Opener erschien auf der kleineren der zwei Bühnen ein ungewöhnliches Pärchen, nämlich ein in einen schwarzen Mantel gehüllter Mann, begleitet von einem grünen Haifisch auf zwei Beinen. Der Haifisch hieß passenderweise Haiko und wurde von keinem Geringeren als dem Puhdys-Urgestein Harry Jeske erfunden. Die Geschichte um Haiko, dessen Eltern Haino und Haidi, seinen Bruder Haini und andere putzige Figuren wie Seepferdchenkönigin Lisa oder Schimpanse Theo wurde von Harry Jeske bereits in seinen letzten Puhdys-Tagen erdacht. Das Popmärchen erschien dann auch bald auf CD, nur wurde leider der Vertrieb durch die zuständige Plattenfirma seinerzeit eher schlafmützig vorangetrieben, so dass die Sache einzuschlafen drohte. Nun hat man sich allerdings und glücklicherweise entschieden, Haiko wieder auferstehen zu lassen. Am heutigen Abend beschränkte man sich auf eine gekürzte Fassung, die dem Rahmen der Veranstaltung aber durchaus angemessen war. Die beiden Hauptfiguren auf der Bühne wurden durch zwei Mitarbeiter des Deutsche Mugge-Teams verkörpert, nämlich durch Patricia "Patti" Heidrich, die mit der Klampfe unterm Arm und ins Haifischkostüm verpackt den Gesangspart übernahm (und das hervorragend und sehr gefühlvoll, wie ich fand!) sowie Andreas Hähle, der als Sprecher den Faden der Geschichte immer weiter spann und seine Sache ebenfalls ausgezeichnet machte. Die Zielgruppe dieser Darbietung saß direkt vor der Bühne, nämlich etliche Kinder, die amüsiert und gespannt Anteil an den Abenteuern von Haiko, Lisa und Co. nahmen. Zur Zeit wird daran gearbeitet, die ganze Geschichte als Musical auf die Bühne zu bringen. Patti und Andreas werden auch daran mitwirken, dann allerdings in anderen Rollen. Gesucht wird für das Musical übrigens noch eine Sängerin. Genaueres erfahren Interessentinnen per Anfrage ans Mugge-Team, die dann direkt auf dem Tisch von Patti und Andreas landen werden.

Nach diesem sicherlich ungewöhnlichen Auftakt wurde dann kurz und knackig Olaf Petersen angekündigt. Hm, und schon war meine Verwirrung komplett! Auf den Seiten des Dahme-Seen-Tourismusverbandes stand nämlich der Name "Uwe" Petersen zu lesen - aber auf den Plakaten zur Veranstaltung "Olaf", was sich letztendlich auch als richtig erwies. Wie auch immer, auf der Bühne erschien ein Herr mit Gitarre, der mich äußerlich so ein kleines bisschen an Hermann van Veen erinnerte. Musikalisch trennten die beiden dann aber doch Welten. Herr Petersen, hauptberuflich als Getränkegroßhändler in der Region tätig, unterhielt das Pätzer Publikum zunächst hauptsächlich mit eingedeutschten Coverversionen internationaler Hits, wie z.B. "When you say nothing at all" von Ronan Keating. Interessanterweise hat Olaf Petersen auch schon eine eigene CD produziert, die den Namen "Aus tiefster Seele" trägt (zu beziehen über seine Webseite), und von der natürlich auch Kostproben zu hören waren.


Die Gruppe YELMA aus Berlin

Inzwischen war die Dorfaue deutlich besser besucht. Durch die vielen Bäume, die den Platz verschönten, ließ sich allerdings nur schwer ein Überblick über die Besucherzahl gewinnen. Die beiden Getränkestände und auch der Pavillon zum Stillen des Hungers waren jetzt jedenfalls gut bevölkert. Im Programm ging es weiter auf der kleinen Bühne. Dort stand eine Band bereit, die mit "YELMA aus Berlin" angekündigt wurde. Auch hier machte sich bei mir zunächst Ratlosigkeit breit, die sich jedoch recht schnell in Zufriedenheit wandeln sollte, denn Yelma entpuppte sich für mich als die eigentliche Überraschung des Abends. Eine Lady und drei Herren, nämlich Sällie (nein, kein Schreibfehler! - Gesang), Klaus (Gitarre und Trompete), Hagen (Bass) und Sven (Drums) ließen einen herzerfrischenden Gitarrensound von der Bühne ins Publikum schweben, der ganz viele verschiedene Einflüsse enthielt. Besonders reizvoll kam für mich Sällies Stimme rüber, die wie eine seltsame Mischung aus Dolores O'Riordan von den Cranberries und Andrea Corr (Leadsängerin der Corrs) klang. Mir hat der Sound und das Auftreten der Band so sehr gefallen, dass ich nach ihrem halbstündigen Auftritt ein paar Worte mit ihnen wechselte, um mehr über YELMA zu erfahren. Dabei kam heraus, dass es die Band erst seit etwa eineinhalb Jahren gibt, und die jetzige Besetzung seit Februar 2011 zusammen spielt. Auf meine Frage nach der musikalischen Orientierung überraschte mich Sängerin Sällie mit der Antwort, dass man vor allem B-Seiten bekannter Bands covert und diese auf die Bühne bringt. An diesem Abend waren das u.a. "Rain King" von den Counting Crows (sehr gelungen!), "Miracles" von den Ramones, "Righteous Love" von Joan Osborne oder auch das allseits bekannte "Summer Wine", was ja 2007 vor allem in der Version von Ville Valo und Natalia Avelon für Furore sorgte. Als kleine Randnotiz sei noch erwähnt, dass der eine oder andere vielleicht schon mal in irgendeiner Form mit Klaus Bergs, dem Gitarristen der Band, in Berührung kam. Dieser ist nämlich neben YELMA noch in diversen anderen Projekten tätig. Googelt einfach mal nach ihm und lasst euch überraschen. Mich würde es übrigens sehr reizen, mal Eigenkompositionen von YELMA zu hören, auch wenn dieses vorläufig leider nicht geplant ist. Ich bin überzeugt, dass man vor allem durch Sällies eigenwillige Stimme Aufmerksamkeit erringen könnte. Dann noch die passenden Melodien dazu... Eine Webseite der Band ist jedenfalls in Arbeit, vielleicht gibt es ja da dann auch die eine oder andere Hörprobe, sodass sich jeder sein eigenes Bild machen kann. Für mich gab es jetzt erst mal eine Bratwurst.


Duo MINITRAUM (Foto von der Bandhomepage)

Auf den folgenden Act freuten sich viele Pätzer ganz besonders. Auf der großen Bühne erschien das Duo MINITRAUM, das bereits zu DDR-Zeiten aktiv und bekannt war. Das Besondere: MINITRAUM in der heutigen Besetzung Andreas Rohde und Sohn Christopher sind Lokalmatadoren; sie kommen aus dem Dahme-Spreewald-Landkreis. Ihre Musik lässt sich wohl am besten als Deutschpop mit Schlagereinflüssen umschreiben. Sie haben ein aktuelles Album, welches mit "Aus den Augen" betitelt wurde. Leider beschränkten sich Andreas und Christopher Rohde an diesem Abend aber hauptsächlich auf das Spielen von Coverversionen. Es begann mit "Josephine" von Chris Rea, es folgten weitere internationale Nummern im MINITRAUM-Arrangement. Vater Andreas spielte dazu Gitarre, Sohn Christopher stand an den Keyboards, griff aber hin und wieder ebenfalls zur Gitarre oder nur zum Mikrofon. Nach ca. 20 Minuten Spielzeit kam dann der große Moment für den Organisator des Abends, den "Dr. Alban aus Pätz": AXEL SCHULZE. Den Begriff "singender Zahnarzt" hört er nicht so gerne, er trennt viel lieber das eine vom anderen. So hatte er also heute seine Bühnenpremiere, und das vor heimischem Publikum. Er sang, musikalisch unterstützt von Minitraum, vier Songs, die auch auf seiner eigenen CD "Kirschenzeit" enthalten sind. Es sind eher ruhigere Lieder, die Schulze hören lässt. Ermutigt wurde er bei der Produktion der CD übrigens von seinem langjährigen Freund HARRY JESKE. Nach dem kurzen, bejubelten Intermezzo von AXEL SCHULZE übernahm MINITRAUM wieder das Kommando und sang nun auch endlich mal einen Song vom aktuellen Album, und zwar den Titelsong "Aus den Augen". Ansonsten ging es weiter quer durch die internationale und auch die deutsche Musiklandschaft. Songs von Billy Joel, Maffay, Heinz-Rudolf-Kunze, John Waite und Foreigner waren zu hören, wobei ich sagen muss, dass die Versionen von MINITRAUM gar nicht mal so übel klangen. Nach einer Stunde Spielzeit, es war inzwischen 20.45 Uhr, durften sich die beiden MINITRAUM-Helden vom Publikum feiern lassen und machten die Bühne frei für einen Mann, der eigentlich überhaupt nicht auf dem Plan stand.


THEEKMAN (Foto von der off. Homepage)

Angekündigt wurde er als THEEKMAN, der mit Johnny Cash-Songs unterwegs ist. Dabei handelte es sich um einen jungen Mann aus Königs Wusterhausen, mit bürgerlichem Namen Sebastian Theek. Seit er den Film "Walk the line" im Kino sah, war seine Leidenschaft für Country, speziell für Johnny Cash, geboren. Ich muss sagen, mir hat es ganz gut gefallen, wie er Songs wie "Ring of fire" oder "Get the rhythm" in ein moderneres Soundgewand packte, ohne aber dabei das Original zu zerstückeln. Leider - und jetzt muss ich doch mal raus lassen, was ich mir schon seit Beginn meines Berichtes verkneife - kam auch hier wieder, wie schon zuvor bei MINITRAUM, ein Großteil der Musik aus der Konserve. So toll THEEKMAN stimmlich auch war, ich habe einfach ein Problem damit, bei Liveveranstaltungen mit Halbplayback abgespeist zu werden. Aber der Rahmen bei diesem Sommerfest war natürlich ein ganz anderer als bei einem normalen Konzert, von daher sehe ich es dann doch nicht so eng.
Nach knapp 30 Minuten Country-Mugge folgte nochmals ein Auftritt von YELMA, der mit einer tollen Version von "Tainted love" endete, und dann war es kurz vor 22:00 Uhr endlich soweit!

Als Hauptgruppe des Abends waren DIE OSSIS angekündigt. Dieser Band eilt ein sagenhafter Ruf voraus, den ich selber aber noch nie nachprüfen konnte. Eigentlich war ich eher skeptisch, da ich mir nicht so richtig vorstellen konnte, wie man die Vielfalt der DDR-Rockmusik durch eine einzige Band wiederkehren lassen wollte. Andererseits hätte mir klar sein müssen, dass bei diesem Line-Up nur Gutes dabei herauskommen kann. Dann jedoch sah ich wieder ein, zwei Videos der OSSIS auf youtube, die zum Gruseln waren, und ich kam wieder ins Grübeln. Aber nun konnte ich mir ja endlich ein eigenes Urteil verschaffen. Es wurde auch gar nicht lange gefackelt. Gleich der erste Titel fetzte einem die Haare von der Birne: "Jede Stunde" von KARAT. Das bisher eher ruhige Publikum taute nun endlich etwas auf. Und es wurde von Titel zu Titel besser. Es wurde quer durch die gute, alte Osthitparade gewildert, selbst ein Uraltsong wie "Sagen meine Tanten" wurde nicht ausgespart. Es war erstaunlich, mit welchem Enthusiasmus die Jungs auf der Bühne dabei waren. Sie rockten was das Zeug hielt, und man hätte fast meinen können, es wären ihre eigenen Songs, die sie spielten. Vor allem Heinz Haberstroh an den Drums stand mächtig unter Strom. Mir tat sein Schlagzeug fast schon ein bisschen leid...

DIE OSSIS

Besonders gut kamen Ackis mehrfache Ausflüge direkt in die Menge an. Normalerweise bringt das jede Security sofort ins größte Schwitzen, aber eine Security gab es an diesem Abend nicht. Ich habe mir erlaubt, während des Auftritts der OSSIS mal ein wenig das Publikum zu beobachten. Dabei fiel mir auf, dass immer wieder mal der eine oder andere bei bestimmten Titeln einen verklärten Blick bekam oder sich auch mal eine Träne aus dem Knopfloch wischte. Mir ging es z.B. so bei "Jede Stunde" oder auch "Casablanca". Als besonders gelungen empfand ich die Interpretation von "Am Fenster". Dazu setzte sich Acki Noack extra das Toni Krahl-Kopftuch auf, und "Henne" Körbs (...spielte einst bei der Gruppe SCIROCCO) an der Gitarre übernahm ganz exzellent den Violinen-Part von Joro Gogow. Kein Wunder, dass die Band spätestens jetzt die Herzen aller Anwesenden gewonnen hatten. Nur ist mir bis jetzt nicht klar, woher die Schüchternheit der Pätzer rührte. Schlagzeuger Heinz forderte die Menge mehrfach auf, doch endlich näher an die Bühne zu treten, um intensiveren Kontakt zueinander zu bekommen. Leider fruchtete das alles nichts, die Fans hielten weiterhin respektvollen Abstand zur Bühne. Erst bei den "Sieben Brücken" von KARAT rannte man förmlich an den Bühnenrand und feierte gemeinsam mit der Band diesen wunderbaren, zeitlosen Song. Ach ja, hier der Vollständigkeit halber noch die Besetzung der OSSIS:

Acki Noack - Gesang (2 Jahre Sänger bei Rockhaus)
Beathoven - Keyboards (seit 1986 bei Rockhaus)
Bert Eulitz - Bass, Gesang (war vor allem als Theatermusiker tätig)
Henryk "Henne" Körbs - Gitarre, Geige, Gesang (spielte viele Jahre bei Scirocco)
Heinz Haberstroh - Schlagzeug (Urgestein von Rockhaus)

Nachdem letzten Song, nämlich "Zeit die nie vergeht" von Perl, war dann wirklich und leider schon alles vorbei. Diese fast 90 Minuten Power-Rock waren ein würdiger Hauptact des Pätzer Sommerfestes, da sind sich wohl alle einig. Es wurde deutlich, was wir in der DDR für eine tolle Musiklandschaft hatten. Vor allem hat mich überrascht, dass diese Band es geschafft hat, jedem einzelnen Titel seine Individualität zu belassen, und ihn dennoch zeitgemäß arrangiert auf die Bühne zu bringen. Hin und wieder hatte ich zwar ein Problem damit, Acki Noacks Gesang zu akzeptieren, z.B. zu Sillys "Bataillon d'amour" oder Perls "Zeit die nie vergeht" klang es denn schon etwas gewöhnungsbedürftig. Aber auch das stellt eher den Originalen ein großes Zeugnis aus und soll Ackis Leistung kein bisschen schmälern.
Die Titelliste der Ossis an diesem Abend:

Jede Stunde (KARAT)
Bleib Cool (Rockhaus)
Wir sind die Sonne (Stern Meißen)
Alt wie ein Baum (PUHDYS)
Wer die Rose ehrt (RENFT)
Nach Süden (LIFT)
Casablanca (CITY)
Wetten Du willst (PANKOW)
Bataillon d'amour (SILLY)
Am Fenster (CITY)

Ich beobachte Dich (Jessica)
Wenn ein Mensch lebt (PUHDYS)
Sagen meine Tanten (SCIROCCO)
Komm doch mit... (Amor & die Kids)
Der blaue Planet (KARAT)
Alles nur geklaut (PRINZEN)
I.L.D. (Rockhaus)
Eisbären (PUHDYS)
Sieben Brücken (KARAT)
Zeit die nie vergeht (PERL)



Also wirklich kein Song dabei, der kein Hit war. Vielen Dank an DIE OSSIS für diese grandiose Show. Es hat einen Riesenspaß gemacht!


Je später der Abend... Harry Jeske

Tja, nun war es bereits fast Mitternacht. Und noch immer war nicht Schluss. Meine Füße schmerzten, so langsam kam auch der zweite Hunger durch. Allerdings blieb keine Zeit zum Futtern, denn plötzlich begann im wahrsten Sinne des Wortes ein Donnerwetter. Am Himmel wurde es taghell, denn zum krönenden Abschluss des 2. Pätzer Sommerfestes wurde ein Höhenfeuerwerk gezündet. Naja, anfangs dachte ich so bei mir, "Nein, das will ich jetzt nicht laut denken..." Nach etwa zwei Minuten eher dünnem Knallspaß ging es dann aber richtig los, es wurde wirklich ein schönes Feuerwerk mit vielen Aaaah- und Oooooh-Rufen. Begleitet wurde das Ganze durch Hans die Geige, der inzwischen einsam und verlassen auf der Bühne stand und mit einigen Songs den Abend ausklingen ließ.

Allerdings gab es dann doch noch einen besonderen Auftritt, denn der Stargast des Abends, HARRY JESKE, Ex-PUHDYS-Bassist und Erfinder von Haiko, dem Radfahrenden Haifisch, wurde auf die Bühne gebeten, um aus seinen zwei Solo-Scheiben etwas vorzutragen. Harry ließ sich auch nicht lange bitten und sang zuerst gemeinsam mit seiner Frau ERMA das "Kerzenlied", anschließend solo den Song "Das alles bin ich" und zum Abschluss das Titelstück seines 1997er Albums "Und Tschüß".
Gegen 0.30 Uhr war der Marathon des Pätzer Sommerfestes dann wirklich und wahrhaftig beendet. Viele Menschen hatten bis zum Ende ausgeharrt. Ich habe aus dem Abend gelernt, dass es im Dahme-Spreewald-Landkreis, speziell aber im Gebiet um Pätz/Bestensee, nicht nur viel schöne Natur gibt, sondern auch eine ganze Menge Musiker, die zwar nicht unbedingt die Charts stürmen werden, aber dennoch jede Menge Potential haben und den Leuten der Region ganz viel Spaß und Freude bringen. Als Schlusswort bleibt für mich nur noch die Frage offen: Wer organisiert im kommenden Jahr das 3.Pätzer Sommerfest?




Fotoimpressionen:


Der Ort...





Aufführung: "Haiko der Haifisch"
mit Patricia Heidrich und Andreas Hähle














YELMA











Duo MINITRAUM
mit dem musikalischen Gast Axel Schulze




















THEEKMAN








DIE OSSIS
































Überraschung: Höhenfeuerwerk





Harry Jeske