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OOMPH live am 09.11.2008 in Berlin Bericht: André Serfas Fotos: André Serfas ![]()
Oomph! am 09.11.2008 im Columbia Club, oder: Was das alles mit englischen
Wörterbüchern zu tun hat? Wer wissen möchte, was "Oomph" wirklich bedeutet, sollte mal versuchen das Wort rückwärts zu lesen. Wem das immer noch nicht hilft, dem sei ein Blick in ein altes englisches Wörterbuch gestattet. Das und noch viel mehr erfuhren Petra und ich beim Interview mit den Jungs vorletzten Sonntag, kurz vor'm Konzert im Columbiaclub. Aber der Reihe nach... Zwei Stunden vor Konzertbeginn warteten bereits einige Fans vor dem Einlass. Der Nieselregen nervte schon seit Tagen, und wie immer hatte ich das Gefühl, dass beim ersten Regentropfen niemand mehr so richtig Autofahren kann. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich es – auch wie immer - irgendwie besonders eilig hatte. Petra war schon da. Neben ihr ein Mann mit langen Haaren und schwarzem Ledermantel. Icemann berichtete für heavy-metal-heaven.de und plante ein Interview mit den Bands. Für uns die Gelegenheit sich mit einzuklinken und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vielen Dank nochmal dafür. Dero und Flux von Oomph erschienen zum Termin. Sie waren sichtlich gut drauf, selbst dann noch als sie zum gefühlten eine millionsten Mal zur Bedeutung des Bandnamens befragt wurden. So erfuhren wir doch so einiges über die aktuelle Monster Tour zum gleichnamigen und kürzlichst erschienen Album. Oomph, bekanntermaßen ein Trio, bewältigt diese Tour zu fünft. Leo an den Drums und Hagen am Bass verstärken die Truppe musikalisch, obwohl Dero uns glaubhaft versicherte, dass die beiden ausschließlich aus sexuellen Aspekten dazu geholt wurden. Im Tourbus zusammen nackt und eingeölt Twister zu spielen wäre der Bringer schlechthin, besonders wenn der Bus um eine Kurve fährt. Flux bedankt sich bei den Fans, ohne die es Oomph natürlich nicht geben würde und bei allen, die sich die CDs kaufen und nicht kopieren und so dafür sorgen, dass auch weiterhin gute Musik produziert werden kann. Apropos gute Musik: Nach Tokio Hotel befragt brach Dero noch eine Lanze für die Jungs aus Magdeburg. Immerhin haben die es geschafft die deutsche Sprache in der Musik weltweit bekannt zu machen. Das hat keine andere deutsche Band vor ihnen in dieser Form geschafft. Recht hat er! Also ab durch den Monsun wieder nach draußen vor die Halle, wo nun der Einlass in vollem Gange war. Mit ca. 800 Fans war das Konzert komplett ausverkauft. Den ersten Support bildete Mina Harker, eine junge Sängerin mit großartiger Stimme. Zusammen mit Alexander Gorodezki an der Gitarre heizten sie der Menge ordentlich ein. Songs wie "Tiefer" vom gleichnamigen Album, an dem auch Dero von Oomph teilweise mitgewirkt hat, "Letzter Kuss", "Bis zum Tod" und "Gefallener Engel" blieben mir besonders im Ohr. Support Nummer zwei: All Ends. Die Hardrocker aus Schweden begleiten ebenfalls die Tour von Oomph. Ein Fest für alle Headbanger und natürlich auch für alle mit nicht so langen Haaren. Die beiden Frontfrauen Emma und Tinna sehen nicht nur verdammt gut aus sondern ergänzen sich auf der Bühne hervorragend. Bei fetten Gitarrenriffs in Titeln wie "Apologize" vom Album "All Ends" kann man einfach nicht mehr still stehen. "Are you longing for oomph"? "Yes we do"! Pünktlich um 22:00 Uhr betraten dann Oompf die Bühne. "Seid ihr bereit für richtig guten alten Sex von 1992?" Na klar, das sind wir schon lange! Also ab dafür. "Beim ersten Mal", "Träumst du". Die Jungs sehen aus wie in Zwangsjacken gesteckt. Die Outfits sind überall mit diversen Schnallen versehen. Genau richtig um sich auf die Abgründe der menschlichen Psyche einzulassen. "Du willst es doch auch". "Klopf, klopf, lass mich rein, lass mich dein Geheimnis sein....". Die Jungs spielen einen guten Mix aus den alten Titeln und Stücken von der neuen Scheibe. Die Fans feiern textsicher und ausgelassen jeden einzelnen Titel. Dero ist die Begeisterung über das Puplikum richtig anzusehen. Zweimal schmeißt er sich von der Bühne direkt in die Menge. Das Konzert geht satte zwei Stunden. Zwei Zugaben werden gespielt und natürlich fehlen "Augen auf" und "Gott ist ein Popstar" nicht. Die Band geht von der Bühne. Dero kommt aber nochmal raus und singt als dritte Zugabe eine Version von "The power of love" solo. Mit einem Bühnenscheinwerfer leuchtet er in die tobende Menge. Daumen hoch, für die Fans und für die Band. Wir sehen uns sicher auf einem der nächsten Konzerte. Bis dahin werde ich mir ein Twisterspiel und ausreichend Bodyoil kaufen. Wie man das richtig spielt wissen wir ja jetzt und wer gerne mitspielen möchte sei an dieser Stelle herzlich eingeladen ;) P.S.: Achja, ich hab mal für euch nachgeschlagen: "das gewisse etwas", "Sex-Apeal", "energiegeladen" - oomph eben! Alles klar?! Foto Impressionen: ![]() ![]()
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