Martin Jones & Two Riders live bei der "Berli-
ner Biermeile" in Berlin am 6. August 2010



Bericht: UtiSaxo
Fotos: UtiSaxo



Die Autorin dieser Zeilen mit Martin Jones

Das 14. Internationale Berliner Bierfestival ist inzwischen auch schon wieder Geschichte. Zwischen dem 6. und 8. August fand dieses Spektakel wieder großen Zuspruch von Fachleuten und Freunden des Bieres aus aller Welt. Laut Veranstalter fanden ca. 800.000 Besucher den Weg zur Karl-Marx-Allee und ließen sich auch von starken Regenschauern die gute Laune und das vom Veranstalter mit viel Liebe zusammengestellte Programm nicht vermiesen. Wo wir auch beim Thema wären: Zum leckeren "Kräutertee vom Fass" gehört natürlich auch gute Musik, und davon hatte der Veranstalter eine ganze Menge Vertreter unterschiedlicher Musikrichtungen am Start. An den drei Tagen konnte man u.a. die Band MadDoxx, die Coverband Frankie goes to Liverpool, das Bergbau-Blasorchester Oelsnitz, die Alex-Band, The Red Zephyrz-Rock-Coverband aus Schottland, diverse Künstler aus Vietnam mit landestypischen Tänzen und Musik, das amerikanische Duo The Cry, Duo Leuchtfeuer und einige andere Acts auf den Bühnen erleben. Gleich am ersten Tag kamen die Besucher in den Genuss des Auftritts der Gruppe Two Riders mit Martin Jones.

Martin Jones muss nicht mehr großartig vorgestellt werden. Der Gründer und Namensgeber der M.Jones-Band und Schöpfer des Hits "Nacht aus schwarzem Samt" ist seit ein paar Jahren als Musiker wieder aktiv und veröffentlicht regelmäßig neue CDs. Die Band, mit der er bei der "Berliner Biermeile" auftrat, sollte ich an dieser Stelle aber doch etwas näher vorstellen. Am Schlagzeug bei den Two Riders sitzt Andreas Ebert, der zu DDR-Zeiten u.a. bei der Joker Rockband gespielt hat und nach der Wende Mitbegründer der Westcoast-Band "Crossroads" war. Ein weiterer "Two Rider" ist der Gitarrist Thomas Jahnert, der Ende der 80er schon zusammen mit Martin Jones bei der M.Jones Band spielte. Frank Bär ist der Mann an den Tasten, ein großer Beatles-Fan, was man an dem Freitag auch ganz deutlich an seinem Shirt ablesen konnte. Für die tiefen Töne ist Basser Jürgen Sattler zuständig. Der Mann, der zu DDR-Zeiten bei der Band Rocket aktiv war, ist seit 2002 Mitglied der Two Riders. Eigentlich gehört noch die Sängerin Angelika Adam dazu, aber sie fehlte am 6.8. in Berlin.

Martin kenne ich schon sehr lange. Zu DDR-Zeiten habe ich oft seine Konzerte besucht. Nach der Wende haben wir uns irgendwie aus den Augen verloren, das lag vielleicht auch daran, das Martin sehr lange nicht als Musiker unterwegs war. Über Myspace kam es dann zu einem "interaktiven" Wiedersehen und ich fragte ihn oft, ob er nicht mal wieder live in Berlin spielen wolle. Der Markt in der Hauptstadt ist allerdings völlig übersättigt mit verschiedenen Bands und Künstlern. Da ist es nicht leicht, einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ich ließ aber nicht locker und schickte Martin und Frankie einen Link von der "Berliner Biermeile", wo sie sich evtl. ja bewerben könnten. Gesagt - getan, sie haben es vor ca. einem Jahr gemacht und wurden prompt eingeladen.
Als ich am Veranstaltungsort bei echt miesem Wetter ankam, spielte Martin mit den Two Riders gerade den letzten Song der ersten Runde. Man muss dazu sagen, dass die Band nicht nur für ein einfaches Konzert gebucht wurde, sondern von 15:00 Uhr am Nachmittag mit kurzen Pausen bis um 22:00 Uhr am Abend mehrere Sets spielten. Das Wiedersehen mit Martin war herzlich, er stellte mir seine Kollegen aus der Band vor und alle bedankten sich noch für den Tipp mit der Auftrittsmöglichkeit.


Die Two Riders & Martin Jones (Pressefoto)

Martin und die Two Riders fackelten ein Feuerwerk erstklassiger Rockmusik ab. Neben eigenen Stücken von Martin (natürlich durfte die "Nacht aus schwarzem Samt" nicht fehlen) brachten die Jungs ihre Interpretationen von Songs der Stones, von KISS und AC/DC, aber auch von Robbie Williams oder Soul Asylum über die Rampe. Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan von Rock bin (dann doch lieber Popmusik ;-)), war ich von dem dargebotenen Programm restlos begeistert. Eine bravoröse Leistung der Band! Bemerkenswert war, dass Martin nicht der alleinige Sänger auf der Bühne war. Die Musiker (mit Ausnahme des Bassisten) kamen alle an die Reihe, sogar Schlagzeuger Andreas Ebert fand den Weg ans Mikro und wurde während seines "Gesangsausflugs" von seinem Kollegen Frank Bär, eigentlich ja Keyboarder, vertreten.

Der musikalische Ausflug der Two Riders und Martin Jones nach Berlin hat sich gelohnt. Die Musiker überzeugten das Publikum vom ersten Ton an. Über die gesamte Dauer ihres Auftritts war die Stimmung prima, und je später der Abend wurde, und die Band immer wieder andere Oldies aus ihrem Programm hervorkramten, kam das Publikum immer besser in Fahrt. Viele Besucher tanzten vor der Bühne, tobten sich teilweise richtig aus, sangen lauthals die Lieder mit und machten aus dem Auftritt ein echtes Happening. Keinen interessierte mehr der teilweise recht starke Regen - mit Ausnahme des Tontechnikers, der mit seiner Technik immer wieder unter einer Plane verschwand. Die Two Riders mit Martin Jones sind eine echt tolle Coverband. Jeder einzelne Musiker ist ein echter Könner auf seinem Instrument, und das kommt vor der Bühne auch an. Ich war jedenfalls mehr als begeistert und habe auch gleich in Auftrag gegeben, dass sie sich für die nächste "Biermeile" wieder bewerben ;-))




Fotoimpressionen: