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Bericht: Andreas Hähle Fotos: Patricia Heidrich (alle Live-Fotos) Pressematerial (Textillustration)
DIRK MICHAELIS (BE)SINGT ... (SICH) Konzert zum 50. Geburtstag des Meisters und zum neuen Doppelalbum "Dirk Michaelis singt..." am 26. November 2011 im Berliner Admiralspalast
Wer mich kennt, weiß, ich habe eine mehr als skeptische Haltung zu Dirk Michaelis als Interpret. Für mindestens gefühlte sieben Milliarden ist es vollkommen unverständlich, dass ich seinen Überhit "Als ich fortging" schlicht und ergreifend als mit Intarsien aufgehübschten 0815-Schlager empfinde. Und immer als gäääähn.... wenn die Nummer zum gefühlten 14 Milliardsten Male meine Ohren und meinen sprachlichen Geschmack quält. Aber wem's gefällt... und es sind ja scheinbar alle außer mir. Daß ich mich einmal dazu hinreißen ließ, Dirk Michaelis als persilgewaschenen Sänger zu bezeichnen, ist nicht zurückzunehmen und trotz Aufforderung eines echauffierten Fans (damals) nehme ich dies auch nicht zurück. Allerdings habe ich diesen Fan am Rande des Konzerts getroffen, er ist ja jetzt auch einer meiner Facebook-Freunde und lustigerweise will er die Rücknahme dieses Satzes schon lange nicht mehr. Ich habe ihn extra darauf angesprochen. Zumal er, wie er sagte, mittlerweile verstanden hat, dass ich Dirk Michaelis durchaus in vollem Maße als Mensch (soweit ich ihn einschätzen kann) und als Künstler achte und respektiere.
Mich hat das Ganze also vollkommen überzeugt, um dies mal zusammenfassend einzuordnen, in musikalischer und gesanglicher Leistung, auch teilweise in textlicher, jedoch nicht bei der Auswahl der ... hach ... nennen wir es des ... Themas. Fasziniert war ich von der musikalische Klugheit, von den Arrangementideen, der Umsetzung durch die Band, die Art und Weise von Dirk Michaelis zu interpretieren und seinen Spaß an diesen Titeln zu zeigen. Hier zeigte sich, im 1. Teil - dem Teil vor der Pause - ein Künstler, der sich vor den "Weltstars" in keinster Weise zu verstecken braucht, eher im Gegenteil. Er war so herrlich selbstbewusst und war doch so nahe an den Menschen in seinen wenigen aber dann auch recht witzigen und selbstironischen Ansagen, so energiegeladen, so ganz bei sich, dass es eine Freude war, ihm zuzuschauen. Die Band schwelgte in größeren Teilen in sogenannten weltmusikalischen Gefilden, dass man wirklich erschauerte im positiven Sinne über die Größe dieser Darbietungsweise. Und es gab regelrecht himmlische Momente. Für mich waren die absoluten Highlights die Adaption des KARUSSELL-Titels "Schattenkreuze" als quicklebendiger Reggae. Da hätte man tanzen müssensollenwollen. Zudem "Seelenverwandt" und "Stilles Dorf" (im zweiten Teil, gesungen nur sich selbst an den Tasten begleitend). Das sind aber auch eben solche Titel - vor allem Themen - wie ich sie von Dirk Michaelis vor allem nach dem Album "Glaube Liebe Hoffnung" - eher und mehr zu hören wünsche. Denn er kann das und meine Seele ist bereit, ihm darin zu folgen. Es war eine musikalisch heitere und sich tief eingrabende Feier von Titeln sowohl vom neuen Album als auch aus Dirk Michaelis' nun ja sehr großer und breiter musikalischer Vergangenheit. Sie haben munteren Spaß bereitet, große Freude und schöne Gefühle. Ich war ihm dankbar für dieses Konzert im Ganzen und für den 1. Teil vor der Pause im Besonderen.
Ein bisschen frage ich mich und werde ihn vielleicht auch bei einem noch anstehenden Interview danach fragen, wie viel Dirk Michaelis in ihm steckt und wie viel Grüße er von seinen Kollegen übermittelte. Da war in den Arrangements teilweise die Art und Weise von Tino Eisbrenner herauszuhören, wie dieser deutsche Titel weltmusikalisiert (mag ein Zufall sein), da waren ganze Showteile in Form von Sprüngen und typischen Bewegungsmustern von Dirk Zöllner wiederzuerkennen (mag ein Zufall sein). Ganz bei sich erschien er mir in den besagten Highlight-Titeln (für mich) des Abends und da ist aus meiner Sicht - bei dieser unglaublich hohen Konzertqualität - noch einiges drin. Ich habe nur etwas Angst, Dirk Michaelis holt es nicht aus sich heraus. Ich bin mir auch sicher, das Publikum würde ihm auch dieses danken. Liebe ist gut und schön und diese traurigen und selten auch mal schönen Geschichten werden auch in Millionen Jahren mit Sicherheit noch in allen möglichen Variationen gerne gehört. Aber Liebe ist, im Gegensatz zu einem Rosenstolz-Titel, nicht wirklich alles. Ich werde mir - so sich die Gelegenheit bietet - auf jeden Fall wieder mit sehr viel Freuden ein Konzert von Dirk Michaelis und seiner Band (Besetzung und kleinere Einzelheiten zu dieser siehe Interview) anschauen. Mit Liebe auch. Mit Liebe? Da haben wir's wieder. Jetzt auch noch ich. Vielleicht muß es ja so sein; mit einem liebevollen Lächeln dieses Ereignis weiter empfehlend... Die nächsten Termine: 30.11.2011 - Hoppegarten - Gemeindesaal (mit Gisela Steineckert) 02.12.2011 - Leipzig - "Hier ab Vier" (TV Show im MDR Fernsehen) 02.12.2011 - Berlin - Wabe (mit Gisela Steineckert) 04.12.2011 - Cottbus - Kammerbühne (mit Gisela Steineckert) 08.12.2011 - Gera - St. Marienkirche (mit Gisela Steineckert) 10.12.2011 - Gauernitz - Kirche (mit Gisela Steineckert) 11.12.2011 - Löbau - Johanniskirche (mit Gisela Steineckert) 17.12.2011 - Magdeburg - Theater Grüne Zitadelle (mit Gisela Steineckert) 18.12.2011 - Guben - Fabrik (mit Gisela Steineckert) 21.12.2011 - Königs Wusterhausen - Capitol (mit Gisela Steineckert) 22.12.2011 - Königs Wusterhausen - Capitol (mit Gisela Steineckert) 03.02.2012 - Bugewitz - Zum Mühlengraben 15.03.2012 - Naumburg - kleine Bühne (mit Gisela Steineckert) nähere Infos auf der Homepage von Dirk Michaelis... Bitte beachtet auch: - off. Homepage von Dirk Michaelis: www.dirk-michaelis.de - Portrait über Dirk Michaelis: HIER
Live-Impressionen:
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