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"Kundi's Mugge" mit Akim Jensch und Tina's Voice, Trixi G und KLARtext am 04.01.07 in Hoyerswerda Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Am 04.01.08 war "mein" großer Tag. Endlich sollte "meine Mugge" im SURF.INN Hoyerswerda steigen. Wochenlang habe ich mich auf dieses Ereignis gefreut und es wurde eine Nacht, die ich nie vergessen werde. Wer hier nun einen normalen Konzertbericht von mir erwartet,wird jetzt vielleicht enttäuscht werden. Aber ich kann und will heute gar nicht das "Übliche" schreiben. Nur noch mal zur Erinnerung ein paar Gedanken, wie es zu "Kundi's Mugge" überhaupt kam. Ich lernte KLARtext, Trixi G sowie Akim Jensch und Tina's Voice im vergangenen Jahr erstmal über die Internetplattform MySpace kennen. Wir haben uns hin und her geschrieben und ich wurde immer neugieriger auf diese Menschen. Am 06.10.07 erlebte ich mein erstes KLARtext-Konzert beim Altstadtfest in Hoyerswerda. Nur eine Woche später am 13.10.07 veranstaltete KLARtext eine Dankeschön-Party für Freunde, Fans und Untertützer der Band. Geladen waren als musikalische Gäste und Freunde der Band auch Trixi G, Akim Jensch und Tina's Voice. Schon dieser Abend war ungewöhnlich spannend, lehrreich und interessant für mich. Ich erlebte leidenschaftliche Musiker und herzliche Menschen, die mir in den Gesprächen das Gefühl gaben, sie meinten mich und waren an mir wirklich interessiert. Ich war schwer beeindruckt. Da alle Künstler zu diesem Zeitpunkt noch an einem weltweiten Bandconest eines Internetradiosenders teilnahmen, beschloss ich diese Künstler mit meinen bescheidenen Mitteln zu unterstützen. Ich chattete und votete für sie zum Beispiel bei den Wertungssendungen. Privat wurden unsere Kontakte auch immer enger. Übrigens wurden auch meine Kontakte zu Artikater (Fred Heiduk, Anm. d. Red.) in dieser Zeit enger. Aber ich merke schon: ich hole zu weit aus. Um es kurz zu machen: in einer dieser Radiosendungen gewann ich dann den Auftritt von Akim Jensch und Tina's Voice an einem Ort meiner Wahl, also eine sogenannte "Wohnzimmermugge". Ich hatte sofort die Idee im Kopf, daraus etwas mehr für meine Freunde und mich zu machen. Was dann passierte, war wie ein Märchen, Grit vom SURF.INN in Hoyerswerda, KLARtext und Trixi G sagten einfach "Ja" zu meinem Vorschlag. Diese Menschen meinten wirklich MICH und so kam es dann zu "Kundi's Mugge". Ich war vollkommen überwältigt und überfordert, doch meine Freunde bereiteten den Abend fast im Alleingang vor. Nun war er also da, der Freitag. Aufgeregt kam ich in "meinem Wohnzimmer" an. Dieser Ort ist mir aus unterschiedlichen Anlässen wirklich in letzter Zeit zum Wohnzimmer geworden. Aber Freitag wurde das alles noch einmal getoppt. Liebevoll haben meine Freunde um Tante_Grit im SURF.INN für mich eine Wohnzimmerecke mit Couch, Sesseln, Blumen und Elektrokamin eingerichtet. Selbst an einen Vogelkäfig samt Inhalt haben sie gedacht. Ich war das erste aber nicht das letzte Mal an diesem Abend sprachlos. Bevor die anderen Freunde und Gäste kamen, war noch genug Zeit für intensive Umarmungen und Gespräche. Das SURF.INN füllte sich nach und nach mit Freunden und Bekannten. Aus Berlin, Niesky, Elsterwerda, Dresden und sonst woher kamen sie, liebgewordene Freundinnen und Freunde, die ich im Laufe der Zeit über den Schlüssel Musik kennen, schätzen und lieben gelernt habe. Mir wurde da schon warm ums Herz. Trixi G eröffneten in ihrer unnachahmlichen Art und Weise den musikalischen Teil des Abends. Ihre akkustischen Rockchansons mit deutschen Texten gehören für mich zu den wundervollsten Entdeckungen der letzten Jahre. Sensationelle Texte, eine unverwechselbare Gesangsstimme und das perfekte Gitarrenspiel von Uwe ergeben ein Gesamtbild, das man nie wieder aus dem Ohr bekommt. Von der ersten Sekunde an zogen Trixi und Uwe wieder alle in ihren Bann. Uwe spielte auf der Gitarre wie ein Weltmeister und Trixi war pure Leidenschaft und Energie. Ihre Stimme füllte mal kraftvoll und klar den Raum aus, um dann in der nächsten Sekunde nur noch leise zu flüstern. Dazu hüpft sie zeitweise wie ein Springball, oder ging ganz dicht an das Publikum ran. Diese Powerfrau schaut einem beim Singen manchmal direkt in die Augen. Da ist Gänsehaut garantiert. Uwes Gitarre drängt sich nie unangemessen in den Vordergrund, dabei ist er nach meiner laienhaften Einschätzung ein begnadeter Gitarrist. Mal streichelt er die Saiten ganz zart, um sie beim nächsten Mal richtig zu quälen. Dabei kommt eine wundervolle Begleitung zu Trixis Riesenstimme heraus. Die ganze Zeit kam bei Trixi G. Spaß und Spielfreude rüber. Man merkt ganz deutlich, dass sie wirklich hinter ihrer Musik stehen. Herrlich allein die Ansage zum Titel "Ladykiller", welchen sie KLARtext-Gitarrist Lakki widmete. Übrigens war Trixi G's Auftritt ein Wunschkonzert, die Wünsche aus dem Publikum wurden von Uwe und Trixi gerne aufgegriffen. Trixis Strahlen und ihr sympathischen Lachen gaben an diesem Abend allem noch die passende Würze. Neben Titeln ihres Albums "Lebenstrip" präsentierten sie auch erstmals live den neuen Titel "Ein Lied". Dazu gab es die sensationellen Trixi eigenen Interpretationen von Silly-Liedern, wie "So 'ne kleine Frau", "Asyl im Paradies" und "Instandbesetzt". Die beiden lieben, wie viele andere Menschen, die alten Silly-Lieder. Sie spielen sie aber nicht nur stumpf nach, sondern setzen sie behutsam in Trixi G.-Interpretationen um. Aber das war noch nicht alles: die beiden Vollblutmusiker legten noch einen nach, indem sie "Schlohweißer Tag" von Silly und extra für uns in Hoyerswerda das einst von Gerhard Gundermann und Tamara Danz gemeinsam gesungene Lied "Einmal" vortrugen. Nach einer kurzen Pause kamen dann Akim Jensch und Tina's Voice mit ihren gefühlvollen Liedern zum Zuge. Englischsprachige, gefühlvolle Lieder wie "Flying", "Memories" oder "Reeling" entführen den Hörer in eine neue Welt und laden ihn zum Träumen ein. Tinas ausgesprochen weibliche, rauchige Stimme und Akim's Gesangsstimme ergänzen sich hervorragend. Akims Begleitung auf der Gitarre und die beiden Gesangsstimmen ergeben folklastige Lieder mit Einschlägen aus anderen Musikgebieten bis hin zum Jazz. Diese Musik war mir bis zum vergangenen Jahr völlig unbekannt. Inzwischen bin ich von diesen Titeln begeistert. Als Tina dann die Bühne verließ, bildete Akim mit seiner Gitarre das Gefühlsverstärkerduo und trug seine deutschsprachigen Solotitel vor. Akims Texte sind ungewöhnlich, weil sie ehrlich und tiefsinnig sind. Er beobachtet sich selbst, seine Mitmenschen und seine Umwelt und packt all dies dann in seine wunderschönen Lieder. Er singt von Freude, Liebe, seinen Vorstellungen vom Leben und seinen inneren Konflikten. Er gibt seinen Zuhörern wirklich viel von sich preis. In Hoyerswerda haben mich "Meine Reise", "Frühstück" und "Dein Kurs ist neu gesetzt" wieder mal sehr beeindruckt. Akims packendes Gitarrenspiel und sein leidenschaftlicher Gesang hinterlassen Spuren bei seinen Zuhörern. Akim Jensch fühlt sich in Hoyerswerda wohl, seit Oktober hat er vielfältige Kontakte und Freundschaften in dieser Gegend aufgebaut. Das schlug sich auch in einem neuen Lied wider, welches im SURF.INN seine Livepremiere erlebte: "Meine Freunde im Osten". Ein weiteres neues Lied widmete er dann noch speziell seinen beiden Freunden Beatrix Gesecke und Uwe Ducke. Geht es noch emotionaler? Ja! Akim holte unsere gemeinsame Freundin Grit und mich dann auf die Bühne und wir sangen gemeinsam seinen für mich stärksten, ausdrucksvollsten Titel, "Gleicher unter Gleichen". In Freundeskreisen ist dieses Lied inzwischen auch als die Musketier-Hymne bekannt, weil die Botschaft des Liedes für uns alle gilt. Kein Wunder, dass da der eine oder die andere Tränen in den Augen hatte. Den offiziellen Abschluß des musikalischen Teiles bestritten dann die sechs Männer von KLARtext. Handgemachte und ehrliche Rockmusik mit drei Gitarren, Keyboard, Bass und Schlagzeug erklangen in "Kundi's Wohnzimmer". Natürlich hatten die Jungs im SURF.INN ein "typisches Heimspiel". Ihre Lieder wie "Supermann"," Redner" oder "Grüß Gott" sind hier bekannt und beliebt. Auch Ohrwürmer wie "Nein, warum" und "Die Jäger" fehlten an diesem Abend nicht. Frontmann Mario "Huckel" Arzt heizte das Publikum so richtig an und alle Freunde und Bekannte sangen diese Lieder lauthals mit. Die "älteste Newcomerband der Welt" zeigte bei so einem frenetischen Publikum natürlich Spielfreude pur. Die Gitarristen Gerhard "Cäsar" Skirl und Mario "Lakki" Lakotta, Mario "Huckel" Arzt, Bassist Joachim "Opi" Bramborg, Keyborder Jörg "Samson" Geidel und Schlagzeuger Enrico "Enni" Lakotta rockten sich locker durch die Setlist. Aber noch eine Überraschung gab es, die KLARtext'ler holten für "Das Leben ist bunt" Verstärkung auf die Bühne. Wieder standen Tante_Grit und ich auf der Bühne. Es ist ein wunderbares Gefühl mit guten Freunden gerade dieses Lied zu singen, obwohl ich unlängst versprochen hatte, nicht mehr öffentlich zu singen *grins*. Mit den Titeln "Die Lust" und "Der Märchenprinz" endete nach über vier Stunden der offizielle Teil des Abends. Aber in "meinem Wohnzimmer" ging trotzdem noch lange nicht das Licht aus. Aus gutem Grund wünschte ich mir von Uwe und Trixi dann noch das Lied "Worte". Das war unsere Überraschung für Trixi G, denn wir hatten heimlich geübt und sangen das Lied mit sauberen Satzgesang mit. Das war dann aber wirklich das letzte Lied des Abends. Nun konnten wir endlich noch ein paar Stunden gemeinsame Gespräche führen, Lachen und Feiern. Es war gegen 03.30 Uhr als ich mich von meinen Freunden verabschiedete. Dieser Abend war sicher nicht nur für mich einzigartig. Freundschaft und Zusammenhalt sind große Worte, aber sie passen auf alle Freundinnen und Freunde der "Musketier-Fraktion". In einer Welt, wo so viele um uns herum nur noch an sich denken, sind solche außergewöhnlichen Menschen und Erlebnisse Balsam für die Seele. Liebe Freundinnen und Freunde, die ihr diesen Abend ermöglicht und gestaltet habt, und die ihr dabei gewesen seid., ich danke euch noch mal aus tiefsten Herzen. Foto Impressionen: ![]()
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