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Jolly Jumper live in Bautzen am 20. August 2010 Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Am 20. Tag des Monats August 2010 spielte die Band (www.jollyjumper.de) Open Air in ihrer Heimatstadt an der Spreepension unterhalb der Friedensbrücke. Eigentlich war es als das übliche Sommerfest geplant, doch die Pension war vor 14 Tagen auch vom Hochwasser betroffen und so wurde diese Party kurz entschlossen zu einem Benefiz–Abend umgewandelt. Erschwingliche 4,00 Euro Eintritt, das schöne Wetter, leckeres hausgebrautes Bier und nicht zuletzt Jolly Jumper lockten die Lausitzer in Scharen auf das Gelände unterhalb Bautzens berühmtester Brücke. Ich haderte lange mit mir, ob ich mir den Ausflug in die Kreisstadt gönnen sollte, denn ich war wieder müde und platt vom Alltag. Am Ende hielt es mich doch nicht daheim und ich beschloss, wenigstens mal dort vorbeizuschauen. Aus dem Vorbeischauen wurde dann ein reichlich zwei Stunden dauernder Konzertbesuch, anders gesagt habe ich ungefähr die Hälfte des Auftritts der vier Jungs erlebt und darüber möchte ich jetzt kurz berichten. Kurz vor Beginn der Mugge kam ich an der Spreepension an. Ich hatte gerade noch Zeit mich umzusehen und eines der schmackhaften Braugetränke zu kosten. Auf einer Leinwand wurden Bilder vom Hochwasser gezeigt und an einigen Stellen des Gebäudekomplexes der Spreepension waren zur Verdeutlichung auch Markierungen angebracht, die zeigten, wie hoch das Wasser an dem Wochenende vor 14 Tagen tatsächlich stand. Gegen 20:00 Uhr begaben sich Björn (Gitarren, Gesang), Jörgen (Tasteninstrumente, Gesang), René (Schlagzeug, Gesang) und Richie (Bass) auf die kleine Bühne, und das Spektakel nahm seinen Lauf. Jolly Jumper erfinden bei ihrem Auftritt sicher nicht gerade das sprichwörtliche Rad neu, aber das muss ja auch nicht unbedingt sein. Auf jeden Fall sind sie eine der besseren Bands ihres Genres. Von der ersten Minute an verbreiteten sie gute Laune und das Publikum nahm das dankbar an.
Die Mischung aus Oldies, Schlager und Rock garantierte, dass für jeden Besucher etwas Hörenswertes dabei war. Es ging von Slade's „Far Far Away“ über „Weißes Boot“ von den Roten Gitarren bis hin zu den Ärzten mit „Zu spät“ und einem Neue Deutsche Welle-Medley. Auch die flotten Sprüche und Kommentare, zum Beispiel über die Bandkollegen, sorgten für Abwechslung. Da war es kein Wunder, dass der Platz vor der Bühne bald reich bevölkert mit tanzenden und feiernden Menschen war. Zwischenzeitlich kam ein 60 Jahre alter Fan mit einem Spendenfass auf die Bühne und rief noch einmal zu Spenden für die Pension auf. Tastenmann Jörgen ließ sich gar nicht lumpen und ging samt Mikrofon und Instrument im Festzelt gleich mit zum Spenden eintreiben. Dabei stieg er über Bänke und Tische, dass selbst seine drei Kollegen staunten und lachten. Übrigens geschah das beim Schlager „Griechischer Wein“. Die Puhdys–Fans kamen erstmals bei „Hey, wir woll’n die Eisbärn sehen“ auf ihre Kosten. Daran schloss sich noch ein Medley aus „Alt wie ein Baum“, „Geh zu ihr“, „Lebenszeit“ und „Das Buch“ an. Reichlich zwei Stunden des Abends waren jetzt vorbei. Als ein Dirty Dancing–Klassiker (*würg*!!!) durch die Boxen dröhnte, gab ich dem Verlangen meines Körpers nach Erholung nach und machte mich auf dem Heimweg. Jolly Jumper und das Publikum rockten auch ohne mich noch munter weiter. Für mich wird es sicher auch ein nächstes Mal bei und mit den Jolly’s geben.
Fotoimpressionen:
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