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Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann (außer Pressefoto oben)
Die Stadt Chemnitz feierte am Wochenende Stadtfest. Natürlich gab es zu diesem Anlass auch ein umfangreiches Kulturprogramm. Natürlich hatte ich das Festprogramm im Vorfeld eifrig studiert und dabei auch für mich etwas entdeckt. Am Sonnabend spielten zu bester Kaffeezeit gegen 15.30 Uhr die "5 kleinen Jägermeister". Diese Band hatte ich im vergangenen Jahr schon mal in Neukirch erlebt und so eine Prise Punkrock am Nachmittag konnte ich ganz gut gebrauchen. Wie aufgrund des Bandnamens unschwer zu erraten ist, covern die Jungs Lieder der Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen".
Meine leichte Unruhe legte sich etwas später, als ich die "5 kleinen Jägermeister" auf eben dieser Bühne beim Soundcheck sah. Die Klänge lockten dann doch ein paar Leute an, aber sie mussten sich bis zur Show noch ein paar Minuten gedulden. Doch endlich schepperte das Intro aus der Anlage, und das war schon ziemlich gut gemacht. Unter anderem wurden dabei Teile des Intros der ersten Live-Scheibe von Campino & Co. „Bis zum bitteren Ende“ aus dem Jahr 1987 verwendet. Dieses Album ist für mich immer noch das beste Live-Album der Hosen und das Intro unter anderem mit den Worten „Liebe Punkrocker, das Warten hat sich gelohnt! Seid Ihr alle gut drauf? Mögt Ihr alle Limonade? Ist Punk-Musik das Größte für Euch?“ fand und finde ich überaus witzig. Die "5 kleinen Jägermeister" stürmten nach der Bandeinspielung die Bühne und knallten uns die Hits der Hosen von damals bis heute um die Ohren. „Hier kommt Alex“ leitete ein wahres Hit-Feuerwerk ein und dabei blieben kaum Wünsche offen. „Schön sein“, „Paradies“ und „Pushed Again“ waren zum Beispiel ein paar der Lieder aus der Neuzeit der Düsseldorfer Kapelle, die über den Neumarkt schallten. Natürlich durften auch Fußball-Songs nicht fehlen. Mit „Bayern“, „Weltmeister“ und „Auswärtsspiel“ wurde dem runden Leder ordentlich Tribut gezollt.
Natürlich spielte die (selbsternannte) beste Hosen–Coverband auch die absoluten Party-Songs wie „Zehn kleine Jägermeister“ und „Bis zum bitteren Ende“. Nach etwas über 2 Stunden und den obligatorischen Zugaben war dann eigentlich viel zu schnell Sense. Ich fragte mich die ganze Zeit über schon, wer bucht so eine tolle Band nur für's Nachmittagsprogramm? Das ist für mich nicht so richtig nachvollziehbar, diese Truppe gehört am Abend auf die Bühne und da geht die Party erst richtig ab. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die "5 kleinen Jägermeister" zu abendlicher Stunde ganz Chemnitz mit ihrer Show ordentlich aufgemischt hätten. Na ja, mir persönlich kam diesmal die unübliche Konzertzeit gar nicht so ungelegen, denn ich hatte ja am Sonnabend noch einen anderen Termin im Kunsthof Gohlis.
Fotoimpressionen:
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