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Haase-Fantreffen in der Illing- mühle am 7. August 2010 (Teil 2) (mit Wayne Grajeda, KLARtext, Axel Stiller, UNBEKANNT VERZOGEN und natürlich Haase & Band) Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Das Fantreffen begann am Freitag mit der Anreise der ersten Gäste und einem gemütlichen Abend bei Lagerfeuermusik, Leckerem vom Grill und allem was dazu gehört. Es waren letztendlich rund 30 Leute, die sich dazu in der Illingmühle versammelt hatten. Das Lagerfeuer fiel leider dem Starkregen zum Opfer. Doch das war nicht wirklich schlimm, denn die Sache wurde einfach in die Mühle verlegt und die Lagerfeuermusik wurde eben ohne Lagerfeuer gespielt. Wir stellten einfach mehrere Biertischgarnituren zusammen und es war so genug Platz für alle. Es war eine lockere und zwanglose Runde, bei der viel gelacht wurde. HAASE und Axel Stiller packten ihre Gitarren aus und spielten „quer durch den Gemüsegarten“ Lieder auf Zuruf. Die beiden Musiker hatten ja schon mehrmals gemeinsam musiziert und sie verstehen sich einfach blind. Beide liegen auf einer Wellenlänge. Das Ganze war dann wirklich ein buntes Sammelsurium aus Musik, Sprüchen und gepflegten Blödeleien. Es fing bei ihren eigenen Liedern an, ging über studentische Trinklieder („Papst und Sultan“) und russische Volksweisen bis hin zu Keimzeit. Das „Kling Klang“ der Leisegang–Gang hatte ich mir gewünscht, weil ich mal kurz eine Auszeit brauchte und nichts Wichtiges verpassen wollte. Patti von UNBEKANNT VERZOGEN hat die beiden zeitweise auf dem Cajón begleitet. Bei Musik, Bratwurst und Bier verging die Zeit wie im Flug und der blöde Regen konnte uns mal kreuzweise. Die fröhliche Runde loste sich erst weit nach Mitternacht auf.
Nach einem notwendigen Soundcheck nahmen dann sechs Musiker aus der Lausitz das Heft des Handelns in die Hand. Komischerweise kannte ich die Jungs auch noch. Es handelte sich um KLARtext. Also Zufälle gibt es... ;-) Auf der kleinen Bühne waren die Musiker in ihren Bewegungen ganz schön eingeschränkt. Insbesondere Frontmann Jörg "Samson" Geidel wird der Auslauf doch gefehlt haben, und mich verwirrte die fehlende Action auch leicht. Leider fehlte die Beamershow mit den Kunstwerken von Tom Glöß ebenfalls. Dafür kommt bei KLARtext neuerdings wieder öfter eine Akustikgitarre zum Einsatz. „Trampen nach Süden“ ist das neueste Lied der Band, und es zeigt sie mal von einer ganz anderen musikalischen Seite. Außerdem wird das Programm von KLARtext seit wenigen Wochen durch ein Paar Stücke von Gerhard Gundermann ergänzt. Auch in der Illingmühle wurde auf die Gundi–Songs nicht verzichtet. Diese widmeten sie ihrem im letzten Jahr verstorbenen Freund Bernd Nitzsche. Bernd war Mitbegründer der legendären Hoyerswerdaer Brigade Feuerstein, in der auch Gerhard Gundermann wirkte. Nach Gundis Tod nahm sich Nitzsche in seinen Programmen verstärkt der Lieder von Gundermann an. In Nitzsches F-Band spielte zeitweise auch der KLARtext’ler Mario „Lakki“ Lakotta. Für Tina, die Organisatorin des Fantreffens, gab es seitens KLARtext auch noch eine Überraschung. Sie wurde auf die Bühne gebeten und durfte beim „Gipfelstürmer“ den Bass von "Gelli" übernehmen. Es war der Band nämlich nicht verborgen geblieben, dass Tina in ihrer Freizeit auch Bass spielt. Nachdem Tina ja schon die eine oder andere Trockenübung als Gitarristin bei den Konzerten der PUHDYS absolvierte, war das nun ihre echte Livepremiere. HAASE bedankte sich bei KLARtext anschließend auch auf besondere Weise. Er bot den Jungs an, dass sie im Januar in der KUFA Hoyerswerda als Support-Band für HAASE & Band auftreten dürfen.
Patti Heidrich und Marcus Schloussen von UNBEKANNT VERZOGEN wurden an diesem Abend von Christian Haase und Tina Powileit unterstützt. Die akustische Gitarre von Haase und Tina mit ihrem Cajón breiteten den musikalischen Teppich aus, auf dem sich Patti mit ihrer Stimme voll entfalten konnte. Die eingängige Melodien und die sehr einfühlsamen Texte sind das Markenzeichen von UNBEKANNT VERZOGEN. Wenn man so will, ist es Musik mit Tiefgang. Patti’s Stimme klingt zeitweise zart, verletzlich und dann wieder kräftig, aber immer unverkennbar nach Patti. Der „Warte-Blues“ und die „Nachtvögelin“ waren sicherlich eine gute Wahl für diese Kurzvorstellung der Band. Leider war der Auftritt mit drei Liedern insgesamt etwas kurz geraten. Für die anwesenden Gäste, die UNBEKANNT VERZOGEN noch nicht gehört hatten, war ihr Auftritt sicherlich ein Appetithappen. Es war mittlerweile 23.15 Uhr und die Stimmung in der Illingmühle war bestens. HAASE & Band traten nun endlich zum Heimspiel vor der eigenen Fangemeinde an. Die „Besseren Zeiten“ standen diesmal nicht im Stau, sondern brachen in just diesem Moment im Gimmlitztal an. Die Band in der Besetzung Daniela Schwabe (Bass), Tina Powileit (Schlagzeug) und René Schostak (Gitarre) stärkte ihrem Frontmann Christian Haase ordentlich den Rücken. Haase & seine Mitstreiter präsentierten sich locker, gut gelaunt und spielfreudig. Natürlich brauchten die Fans auf „Fledermäuse“, „Benzin im Kopf“ und die „Gute Fee“ nicht lange zu warten. Christian Haase wandelt ja zwischen Liedermacherei und Rockmusik hin und her. Er hat beides absolut drauf und ist sowohl bei seinen Soloauftritten als auch bei Band-Konzerten absolut empfehlenswert. Bei Haase gibt es keinen Einheitsbrei aus dem Dudelfunk.
Das war aber noch lange nicht das Ende, denn Minuten Später ging das musikalische Treiben munter in einen anderen Raum weiter. Die Illingmühle hat nämlich auch noch einen seperaten Proberaum zu bieten. Dort machten die Musiker aus Lust und Laune heraus eine Session, die erst in den Morgenstunden endete. Als ich mich gegen 04.00 Uhr Richtung Nachtquartier zurückzog, war dort noch lange nicht Feierband. Ich habe mir später sagen lassen, dass dort erst gegen 05.30 Uhr ganz allmählich Ruhe einkehrte. Am Sonntag gab es dann noch ein gemeinsames Frühstück in freier Natur und das bei strahlendem Sonnenschein. Gemeinsam wurde in der Mühle aufgeräumt, die Technik abgebaut und verstaut. Mittags gab es für alle Anwesenden noch Soljanka. Nach und nach lichteten sich dann die Reihen, denn die ersten Gäste traten die Heimreise an. Uns ist das aber erst viel später gelungen, denn wir haben uns ganz einfach festgequatscht. "Eine Zigarette rauchen wir noch, dann fahren wir aber"... dieser Satz fiel mehrmals und doch wurde die Abreise von einem kleinen Häuflein Unentwegter immer weiter aufgeschoben. Der Basskran Marcus, Patti, Hähle, Tina, Christina und Dieter von der Illingmühle sowie meine Wenigkeit saßen unter einen kleinen Kastanienbaum und quatschten uns einfach fest. Natürlich drehten sich die Gespräche hauptsächlich um Musik. Der Basskran und Hähle spielten sich geschickt die Bälle zu und wir stöberten in der Geschichte des Ostrocks. So manche Anekdote brachte uns gemeinsam zum Lachen. Wenn man so will, waren es Geschichtsstunden und das aus erster Hand. Manches war neu für mich. Marcus hat zum Beispiel erzählt, wie sich 1999 sein Einstieg bei Renft vollzog und Hähle erzählte auch noch so manchen Schwank aus der Jugendzeit. Gegen 18.00 Uhr haben wir es dann doch geschafft in Richtung Heimat aufzubrechen. Müde, erschöpft und trotzdem mit einem Lächeln im Gesicht kam ich dann gegen 19.30 Uhr daheim an.
Fotoimpressionen:
Der Begrüßungsabend... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Start in den neuen Tag... ![]() ![]() Wayne Grajeda ![]() ![]()
![]() KLARtext ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Axel Stiller ![]() ![]() ![]() ![]() UNBEKANNT VERZOGEN ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Haase & Band ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Zugaben im Hinterzimmer... ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Sonntag - Abreise ![]()
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