![]()
Bericht: Dietmar Meixner Fotos: Dietmar Meixner
Seit Anfang Juli 2010 tourt El Alemán (Jens Peter Kruse) an der Ostsee. Er begann seine Konzertreise auf der Insel Usedom und verlagerte danach das Geschehen auf die Insel Rügen und an das Ostseefestland. Er ist es, der mit seiner Gitarre die Lieder der spanischen Zigeuner (Gitanos), diese zeitlose Musik aus spanischer Rumba und andalusischen Flamenco als Mischung in einem modernen Pop Gewand angereichert, auf die Bühnen der deutschen Klubs und anderen Konzertbühnen bringt. Das er damit sehr erfolgreich ist, beweisen die fast täglichen Auftritte im Sommer 2010.
Die Anreise Pünktlich um 11.00 Uhr stellten wir unser Auto vor Jens' Wohnung ab und tauschten die Plätze mit denen in Jens' Tour-Bus. Nachdem die gesamte Gerätschaft und die Instrumente verstaut waren, holten wir Suzanna ab, die schon ungeduldig vor ihrem Haus auf uns wartete. Dass die Fahrt auf der Autobahn zügig verlief war leider nur am Anfang so, denn bald standen wir in einem dicken Stau. Das Navi hatte uns davor nicht gewarnt. Laufend der Blick zur Uhr, denn seit einer Stunde kamen wir kaum einen Kilometer vorwärts und die Zeit drängte doch sehr, da um 18.00 Uhr der Soundcheck sein sollte. Die Zeit im Auto wurde natürlich auch genutzt um sich auf das Konzert vorzubereiten, Suzanna ging noch einmal ihre Texte durch. Nicht so ganz vorschriftsmäßig mogelten wir uns schließlich an der Autoschlange vorbei, um an der Abfahrt Kremen die Autobahn zu verlassen. Wir landeten schließlich in einem netten kleinen Lokal, wo wir uns im Biergarten eine kleine Pause gönnten. Wir speisten eine Kleinigkeit und nutzen die Zeit für ein kleines Fotoshooting. Wie es der Zufall will, kamen wir natürlich auch mit dem Betreibern dieser Location ins Gespräch, und promt zeigten sie uns stolz ihren Konzertsaal. Somit hatte diese Rast auch etwas Nützliches, erst die Fotos und dann gleich mal so nebenbei eine Mugge vereinbart. Als wir endlich unser Hotel, 5 km entfernt von Brügge, erreichten, hatten wir noch 30 Minuten bis zum Soundcheck. Den Namen des "Hotels" lasse ich mal lieber weg, ich möchte vermeiden, für dieses Haus Werbung zu machen, denn es ist keinem anderen zuzumuten, dort zu nächtigen. Leider war das bei der Buchung im Internet nicht so vorauszusehen, doch dazu später mehr. Mit 15 Minuten Verspätung erreichten wir den Marktplatz von Brügge, den Veranstaltungsort.
Brügge ist eine kleine hübsche Gemeinde mit ein paar hundert Einwohnern. Was man hier Marktplatz nannte, war mehr oder weniger die verbreitere Straße unterhalb der Dorfkirche. Zwei etwas höhere Steinansätze führten hoch zur Kirche, auf dem oberen hatte man eine Bühne aufgebaut. Unterhalb davon befanden sich liebevoll aufgebaute Stände mit leckeren Speisen und köstlichen Getränken, die auch alle im Laufe des Abends an den Mann bzw. Frau gebracht wurden. Mir hatten es ganz besonders die frischen Lachsbrötchen angetan. Wir wurden von den Veranstaltern herzlich begrüßt, und auch der Schirmherr dieser Veranstaltung, der bekannte Maler Franco Costa, brauchte nicht lange um dem Charme von Suzanna erlegen zu sein. Zuerst aber war meine Arbeitskraft als Techniker gefragt, denn es hieß Zeit aufzuholen. Zusammen mit Jens baute ich die Anlage auf, um den pünktlichen Beginn des Konzertes zu gewährleisten. Am Nachmittag war bereits eine Band aufgetreten die sich der irischen Folkmusik verschrieben hatte, "The Chancers". Von ihrem Konzert bekamen wir bei der Ankunft noch den letzten Teil mit. Inzwischen waren weit mehr als 200 Leute auf dem Festgelände versammelt. Obwohl dieses Festival reich an Sponsoren gesegnet war, wurden erst einmal 12,00 Euro Eintritt fällig, um sich die Darbietungen anhören zu können. Es dunkelte schon leicht, als Jens nach ausführlicher Ankündigung die Bühne betrat. Er brachte dem Publikum zuerst drei Solostücke (eins davon auch mit Gesang) zu Gehör, bevor er anschließend seine Kollegin Suzanna liebevoll zu sich auf die Bühne bat. Es dauerte nicht lange und spätestens bei "Bamboleo" war die unterhalb der Bühne aufgebaute Tanzfläche voll mit tanzenden Menschen. "Mira me" und "Amigos para Siempre", um nur zwei Titel zu nennen, erzeugten eine tolle Stimmung. Leider war es trotz sonnigen Tages an diesem Abend doch sehr kühl gewürden, und da Suzanna schon leicht erkältet war, entschloss sie sich erst einmal ihren Mantel über das schöne rote Bühnenkleid zu werfen. Nach 70 Minuten Konzert wurden noch ein paar CDs unter die Leute gebracht, und Suzanna hatte noch eine andere Wichtige Aufgabe vor sich. Es gab unter den Zuschauern einen Gewinner, der ein echtes Franco Costa Bild erhalten sollte, Suzanna war dabei die Glücksfee.
Die Rückreise Zum Glück hat Susi für spezielle Sachen so das gewisse Händchen, also war ihr erster Weg am nächsten Morgen, nachdem wir das "wundervolle" Bad des Zimmers benutzt hatten, zur "Rezeption". Schnell hatte sie die Übernachtungspauschale um die Hälfte runtergehandelt. Wir nahmen uns Zeit beim Frühstück und werteten den letzten Tag in aller Ruhe aus. Es wurde über die Pläne und weitere Konzerte der beiden Musiker gesprochen, auch darüber, dass Jens jetzt erst einmal ein paar Tage Ruhe braucht... allerdings stehen ja schon wieder ein paar Musiker zu Hause vor seinem Tonstudio Schlange, um bei ihm zu produzieren. "Volkmann" wartet z.b. schon lange darauf, dass es mit Ihrer neuen CD weitergeht. Jedenfalls war die Rückreise sehr entspannt und ohne Staus, nur Suzanna war manchmal etwas genervt von der Musikauswahl die Jens im Player des Autos getroffen hatte. Ein Raststättenaufenthalt brachte Suzanna dazu einen beträchtlichen Teil ihrer Gage in Honig zu investieren. Ein Imker erklärte ihr mit viel Ausdauer alle Geschichten die man über Bienen nur so erzählen kann, kein Wunder bei dieser Frau. Zu Hause in der Küche bei Jens tranken wir noch ein Gläschen auf den gelungenen Kurztrip nach Brügge und sahen uns die ersten Fotos und Videos an. Es zeigte sich wieder einmal, dass das spanische Programm von Jens und Suzanna eine runde Sache ist, die immer gut ankommt. Also werden wir die beiden auch 2011 wieder mit spanischen Liedern auf den Bühnen erleben. Jetzt sind aber erst mal wieder die anderen Projekte und Aufgaben angesagt, denn schließlich bringt Susanna verschiedene Programme in über sechs Sprachen in die Konzertsäle und Klubs. Beim Abschied dankten wir den beiden und versprachen, dass es mit einen erneuten Besuch einer ihrer Konzerte nicht so lange dauern würde.
Fotoimpressionen:
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
![]() ![]() ![]() ![]()
|