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Crazy Birds & Die Toten Ärzte live im Uni-Klinikum Dresden am 17. Februar 2011
Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Ja, hallo erst mal. Ich weiß gar nicht, ob Sie's wussten, aber ich war diesmal bereits am Donnerstag unterwegs, um mir meine Dosis Livemugge abzuholen. Eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, dass mein in weiser Voraussicht langfristig geplanter dienstfreier Tag am Freitag Bestand haben würde, denn momentan überschlagen sich beruflich die Ereignisse. Aber es geschehen auch in Amtsstuben manchmal noch Wunder, und manchmal springt da sogar jemand freiwillig für einen wie mich in die Bresche. Selbstverständlich ist so was heutzutage nicht mehr. Deshalb danke ich an dieser Stelle ausdrücklich meinem Freund und Kollegen Steffen M., der darauf drängte, dass ich mir diese lange geplante Auszeit gönne und darum die Funktion des Breschenspringers übernahm.
Als ich im Foyer der heiligen Hallen der medizinischen Wissenschaft eintraf, war vom Rock'n Roll-Fieber noch nicht ganz so viel zu spüren. Die Besucherzahlen hielten sich zunächst in ganz überschaubaren Grenzen. Doch das machte mir gar nix aus, denn so hatte ich genügend Zeit und Muße die Musiker der Crazy Birds zu begrüßen und ausgiebig mit ihnen zu quatschen. So nach und nach trafen aber noch weitere Gäste in. Ein buntgewürfelter Haufen vom Hosen-T-Shirt tragenden jugendlichen Punk bis zum etwa 60-jährigen Rockfan hatte sich schliesslich versammelt. Nachdem einer der Organisatoren den Abend eröffnete, konnte es endlich losgehen. Die Crazy Birds brachen mit der ihnen innewohnenden Urgewalt leidenschaftlicher Rocker über Dresden herein. "Are You Gonna Go My Way" von Lenny Kravitz und Aerosmith's "Eat The Rich" waren die ersten Markierungspunkte auf ihrer musikalischen Wanderung durch die Rockgeschichte. Unüberhörbare, teils melodiöse, teils bretternde Gitarren, ein krachendes, ballerndes Schlagzeug und der pulsierend-groovig dröhnende Bass vereinigten sich zu einem Ohrenschmaus für die Fans handgemachter, rockiger Musik. Deutlich sicht- und hörbar steht bei dieser Band der Spaß an der Sache im Vordergrund. Ich fand und finde die Show und den Sound der Crazy Birds einfach sehr erfrischend. Dass ich das an diesem Abend nicht alleine so gesehen habe, war auch wieder deutlich zu sehen und zu spüren. Angela, Ecki, Tom und Sascha erspielten sich folgerichtig wieder einige neue Bewunderer ihrer Kunst. Tom "Tomassino" Vogel überzeugte stimmlich wieder als ungebügelter, rauer Rocksänger und er glänzte auch mit lockeren Sprüchen zwischen den Songs als Entertainer vor dem Herrn. In Sascha "Sergio" Aust fand er bei den harmlos-spaßigen Frotzeleien wie immer seinen nahezu ebenbürtigen Partner. Vieles davon war spontan und geschah aus der Situation heraus, was natürlich nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Bandkollegen Angie und Ecki sehr erheitend war. Zeit zum Verschnaufen blieb dabei nicht, denn es ging munter weiter im Ablauf. Unter anderem waren "Let Love Rules" und mit "Hells Bells" gab es auch einen ersten Kracher aus der Abteilung Starkstrom-Musik made in Australia.
Nach einer kurzen Umbaupause und einem ziemlich langen Intro kamen Die Toten Ärzte auf die Bühne. Das hätte meiner Meinung nach schon alleine was Lustiges an sich, dass eine Band mit dem Namen Die Toten Ärzte im Uni-Klinikum spielte. Aber die Band wusste zudem auch noch mit einer Ziemlich abgefahrenen Show zu überzeugen. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei den vier Norddeutschen um eine Coverband, die seit Jahren mit den Songs zweier deutscher Kultbands (Die Ärzte und Die Toten Hosen) durch die Lande zieht, und das ziemlich erfolgreich. Den Auftritt kann man ganz kurz und prägnant mit Party total titulieren. Binnen weniger Minuten verwandelten die vier Musiker das Foyer in einen Hexenkessel. Drei Akkorde reichen ja bekanntlich nicht nur für ein Halleluja, sondern auch für eine ganze Reihe knackiger Punk(-Rock)-Songs. Außerdem verkürzten sie immer wieder die Distanz zum Publikum in dem sich einzelne Musiker immer mal direkt unter's Partyvolk begaben oder Leute auf die Bühne holten. Der Chefarzt, Bassist und zweite Sänger Jey, ging da bei "Der Graf" von den Ärzten als leuchtendes Beispiel voran und stand mit seinem Mikrofon als erster hautnah beim Publikum. Zu einem anderen Zeitpunkt präsentierte er sich auch kurz als Feuerspucker. Die Toten Ärzte reagierten auch auf einige Zurufe und spielten einige der so gewünschten Songs. Natürlich kann man trefflich über die Songauswahl streiten, aber im Großen und Ganzen war das Programm völlig okay. Mit "Auswärtsspiel", "Hier kommt Alex", "Kein Alkohol ist auch keine Lösung", "Wünsch Dir was" und "Strom" spielte die Band auch einige meiner DTH-Favoriten. Auch mit "Unrockbar", dem "Schunder-Song", "Manchmal haben Frauen..." und "Junge" von den Ärzten konnte ich sehr gut leben. Gegen Mitternacht erreichte die Party dann mit den Getränkeklassikern "Eisgekühlter Bommerlunder" und "Zehn kleine Jägermeister" ihren Höhepunkt. Obwohl die Band noch weiter spielte, machte ich mich danach aber trotzdem sehr zufrieden auf den Heimweg, denn der Weg war noch weit und die Straßen waren wieder einmal spiegelglatt.
Fotoimpressionen:
![]() Auftritt CRAZY BIRDS: ![]() ![]()
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![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Auftritt DIE TOTEN ÄRZTE:
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