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Die CRAZY BIRDS feat. FALKENBERG live in Dresden am 21. August 2011
Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Gundolf Zimmermann
Das Wetter meinte es mal wieder besonders gut. Die Sonne strahlte, der Himmel war blau und es wehte kein Lüftchen. Klärchen heizte den Hexenkessel Dresden also von oben richtig an. Die Hitze stand in den Straßen und Gassen. Doch das schien die Leute nicht weiter zu stören. Es gab ja auch überall Stände mit Erfrischungen und außerdem konnte man ja auch gemächlich schlendern. Lissi und ich kämpften uns zielstrebig durch das Gewimmel bis zum Theaterplatz und dort bis an die große Bühne vor der Semperoper. Wir kamen zeitig genug an, um noch die letzten Minuten des Soundchecks zu beobachten. Zeit für ein Erfrischungsgetränk war auch noch. Den Musikern standen die Spannung und die Freude irgendwie gleichzeitig ins Gesicht geschrieben. Schließlich spielen sie auch nicht alle Tage vor dieser beeindruckenden Kulisse von italienischen Dörfchen, Augustusbrücke, Hofkirche und Stadtschloss, und mit der Semperoper im Rücken. Doch der schöne Anblick der steinernen Bauten allein war es sicher nicht, der diese Gefühle bei den Künstlern auslöste. Der Theaterplatz lebte, pulsierte und atmete, denn hunderte Menschen hatten sich versammelt und sie waren extra gekommen, um die CRAZY BIRDS zusammen mit (IC) FALKENBERG live zu erleben. Der Rahmen war also super: große Bühne, tolles Wetter und eine riesige Kulisse erwarteten die Künstler zu ihrem Auftritt.
Die CRAZY BIRDS Birds rockten also in gewohnt überzeugender, spielfreudiger Weise los. Bereits der zweite Titel war dann schon ihr eigener Song "Dynamo-Star", den Bassist und Sänger Tom Vogel mit ein paar erklärenden Worten ansagte. Das Lied ist ja dem Ex-Fußballer Jörg Stübner gewidmet. Die Band wurde Ende letzten Jahres durch einen Zeitungsartikel auf den Lebensweg von "Stübs" aufmerksam und hat sich davon inspirieren lassen dieses Lied zu produzieren. Mittlerweile kann man die Single-CD sogar im DYNAMO-Fanshop erwerben. Übrigens bestritten die aktuellen Dynamos zeitgleich zum Konzert etwa 2 Kilometer Luftlinie entfernt im Glücksgas-Stadion vor 25.000 Zuschauern um Punkte in der 2. Bundesliga. Diesmal jedoch nicht sehr erfolgreich.
Dann kam er endlich der Mann in Schwarz, und es war nicht der Schiedsrichter. Falkenberg betrat die Bühne. Wenn ich so überlege, habe ich IC wirklich noch nie anders angezogen gesehen als in Schwarz. Die Band und der Sänger harmonierten sofort miteinander. Das war nicht verwunderlich, denn es war ja bereits das dritte gemeinsame Konzert dieses Jahres, und geprobt wurde vorher auch noch. Was dieses musikalische Projekt besonders auszeichnet, ist der Spaß, den die Musiker offensichtlich an dieser Zusammenarbeit haben. Das war auch in Dresden jede Sekunde spürbar. IC war ja schon immer ein Ruheloser und Suchender. Er geht und ging immer neue musikalische Wege. In den 80er Jahren war er Frontmann bei STERN MEISSEN und startete zeitgleich auch seine Solokarriere. Seine eigenen CDs sind Wegmarken dieser Suche. Immer wieder widmete er sich neuen Projekten. Als Beispiele nenne ich nur mal DELTA DREAMS, OSTENde, die SILLY & Gäste-Tour und STERN AKUSTISCH.
Die beiden Gitarristen Sascha "Sergio" Aust und "Dr." Ecki Lipske ergänzten sich blendend und ließen sich auch gegenseitig genug Freiraum. Es hat schon Vorteile, wenn man zwei so gute Klampfer, die sich blind verstehen, in einer Band hat. Trotzdem möchte ich Eckis langes Solo am Ende von "Dein Herz" mal hervorheben, denn da hatte ich das Gefühl, dass er mit seinem Instrument verschmolz und ganz in den 6 Saiten aufging. Das waren Momente, wo man eigentlich ehrfürchtig niederknien müsste, denn das war einfach grandios. Mit "Eine Nacht" aus Stern-Zeiten inklusive Mitsingteil für's Publikum bogen Falkenberg und die Crazy Birds nach reichlich 60 Minuten für meinen Geschmack viel zu früh auf die Zielgeraden ein. Doch diesmal war das wegen der brütenden Hitze wohl für alle Beteiligten besser.
Fotoimpressionen:
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