![]() ...in Wien am 22. Juli 2011
Bericht: Tobias Glahn Fotos: Pressefotos
Hochglanz-Show Made in New Jersey
Warum nicht einmal ein Konzert mit einem Wochenendtrip kombinieren? Wien ist dabei ja keine schlechte Adresse, und einen Flug nebst Hotel gab's zum Nice Price. Also ab an die Donau... Als der Shuttle-Bus vom Airport gen City steuerte ahnte ich schlimmes, sah mich schon durchgeweicht und frierend im Ernst-Happel-Stadion stehen... es goss wie aus Kübeln. Ideal für ein Open-Air... wäre ich bloß im Juni zum Konzert nach Dresden gefahren, da war ja wohl noch schönster Sommer.
Der Himmel hatte wohl ein Einsehen und stellte vor dem Konzert die Beregnung ein. Da ich erst recht kurz vor Beginn im Stadion eintraf hatte ich einen Stehplatz im Innenraum relativ weit hinten. Wenn man nicht zu den ganz harten Anhängern gehört die im "Golden Circle" kreischen müssen, ist man dort recht gut aufgehoben. Kein Geschiebe und keine ungewollten Körperkontakte, garnicht übel. Top Sound und guter Blick auf die XXL-Videowand im Hintergrund der Bühne wie sich dann zeigte. Lange warten musste ich also bis zum Konzertbeginn nicht mehr, fast pünktlich um kurz nach Acht kamen BON JOVI auf die Bühne und die Hochglanz-Show begann. Das finde ich immer schonmal spitze, wenn man das Publikum nicht bis zum Sanktnimmerleinstag schmoren lässt und dann gnädigerweise mit einer Stunde Verspätung beginnt. Nicht nur das Stadion war inzwischen trocken, auch Richie Sambora stieg zum Europa-Teil der Tour nach einer Entziehungskur wieder in die Band ein. In Stammbesetzung ging es gleich in die Vollen mit "Raise your Hands", und die Fans waren sofort in Bestform. Was folgte war ein Marathon mit Titeln aus dem "The Circle"-Album, den neuen Stücken vom letzten Sampler und einer Hitparade aus all dem, was die Truppe berühmt gemacht hat. Die meisten Titel wie "It's my Life" oder "We weren't born to follow" hatten beste Mitbrüll-Eigenschaften, was die Stimmung stets am kochen hielt. Zwischendrin gab's auch mal Kuschelrock a la "I'll be there for you" oder "Make a Memory". Zeit der Feuerzeuge. Selbst auf den Rängen war das Publikum aktiv dabei.
Nach 23:00 Uhr war das Konzert dann zu Ende, und die BON JOVI-Family verließ zufrieden die Arena. Insgesamt ein tolles Konzert, vielleicht schon ein bisschen zu toll und perfekt. Aber den Eintrittsobolus war es wert. Da die Band stramm auf die "30" zu steuert wird die Jubiläums-Tour garantiert nicht lange auf sich warten lassen. ![]() |