Die Herren Ränker, Pilgrim, Schultheis, Hoffmann und Märzke beehrten gestern die Oberlausitz mit ihrer Anwesenheit. Im Konzert- und Veranstaltungshaus Ebersbach war auch alles für eine gute Party vorbereitet. Das Konzert begann wieder mit dem altbekannten Intro, der Computerstimme, die laufend das Wort BERLUC wiederholt. Dann war es endlich soweit und die fünf Musiker legten los wie ein Orkan. Sänger Ronnie Pilgrim gab in seiner Begrüßung gleich mal die Richtung vor: es sollte jetzt durch die ca. 30 Jahre BERLUC–Geschichte gehen. Mit Feuereifer und absoluter Spielfreude machten sich die fünf Musiker gleich an’s Werk. Vor der Bühne herrschte beim Publikum auch von der ersten Minute an tolle Stimmung. Ronnie konnte sich auf der großen Bühne mal so richtig austoben. Unablässig war er an diesem Abend in Bewegung. Pilgrim kann mit seiner Stimme die ganzen Titel seiner Vorgängerkollegen am Mikrofon bei BERLUC übrigens sehr gut umsetzen. Bassist Tino Schultheis rockte anfangs was das Zeug hielt, stürzte dabei aber leider und verletzte sich dabei am Knie. Mit schmerzverzerrtem Gesicht spielte er dann eine Weile im Sitzen. Aber Tino hielt es nicht lange auf seinem Sitzplatz aus, und so rockte er bald wieder in altbekannter Manier.
BERLUC zählt für mich schon seit den 80er Jahren zu den besten Livebands des Landes. Auch die wechselnden Besetzungen hatten daran nie etwas geändert. Wie angekündigt gab es von „Hallo Erde, hier ist Alpha“, „Fliegen vor der Zeit“,“Hunderttausend Urgewalten“ über „No bomb“,und „Glaube an Dich“ bis hin zu „Segelnd mit dem Wind“ und „Wie ein Regenbogen“ Titel aus allen Schaffensperioden der Band. Natürlich zog die halbe Besetzung der Gruppe bei „Die Erde lebt“ wieder durch’s ganze Publikum, um zum Schluss wieder auf der Bühne anzukommen. Gitarrist Bert Hoffmann glänzte mit herrlichen Solis und war ansonsten auch lockerer und gelöster, als zuletzt im August in Dresden. Schlagzeuger Dietmar Ränker trommelte wieder was das Zeug hielt, und dabei hatte auch er sichtlich Spaß. Man will es kaum glauben, aber Dietmar ist schon ein paar Jahre im offiziellen Rentenalter. Keyboarder Uwe Märzke verließ auch oft seinen angestammten Platz um das Publikum zusätzlich anzufeuern. Außerdem sang er auch die Ballade „So nah“. Die bekannten Balladen wie „Bernsteinlegende“ und „Blaue Stunde“ (als Zugabe) durften in der Setlist natürlich auch nicht fehlen.
Bühnennebel und eine kleine aber feine Lichtshow gaben dem Konzert einen passenden Rahmen. Die tolle Organisation durch den Veranstalter, die moderaten Preise und eine bestens aufgelegte Band machten den Abend für uns zu einem Erlebnis, das wir lange nicht vergessen werden.
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