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APOPTYGMA BERZERK (NOR) live am 15. Februar 2009 in Berlin Support: The Anix (USA) Bericht: Petra Heinzel Fotos: Petra Heinzel
Als wir um 20:30 Uhr eintrafen, war die Halle mit circa 700 Fans fast schon voll. Trotzdem konnten wir uns noch im mittleren Bereich der Halle einfinden. Um 21:00 Uhr betraten vier coole junge Kerle die Bühne. Vor ausverkauftem Haus rief Brandon Smith (voc, git): "Hallo Berlin, we are The Anix" und eröffnete den Abend mit den ersten beiden Titeln ihrer aktuellen CD "Demolition City". Der Keyboarder, Greg Nabours, betonte noch einmal: "We are The Anix from Hollywood California". Nach "This Game" rückte Greg mit "Half the World Away" in den Vordergrund. Auf der linken Bühnenseite brillierte der schwarzhaarige Chris Dinger mit seiner weißen Gitarre und im Hintergrund, wie wir es von Drummern gewohnt sind, im hellen Hemd mit gemusterter Krawatte Logan Smith. Sie coverten einen Song der Band "Filter" (eine Rockband aus den USA), bei "Hey Man, Nice Shot" konnte man daher im Publikum mähnenschüttelnde Fans entdecken. Kurz darauf rockten sie mit ihrem Single-Hit "Resident One". Leider ist bei Vorbands der Zeitplan immer eng bemessen. Sie stellten noch einen unveröffentlichten Song vom demnächst geplanten Album vor. Greg sagte: "This is our last song: Take My Future". Brandon kurbelte noch einmal die jubelnden Massen mit: "Berlin, this is for you" an. Irgendwann flogen sogar drei CDs in die Massen, Glückwunsch an die jetzigen Besitzer. The Anix ist eine Band aus dem Bereich Alternativ/New Wave/Elektronik und passte daher wie Faust auf Auge zum Hauptact. Um 22:00 Uhr übernahmen die Norweger von Apoptygma Berzerk (später auch Text auch kurz "Apop" genannt) den Columbiaclub. Sie wurden mit großem Jubel empfangen. Fredrik Brarud (drums) war der Erste, gefolgt von Geir Bratland (key), dem Gitarristen Audun Stengel (auch Angel genannt) wurde eine Gitarre übergestülpt und Stephan Leonard Groth (voc) eroberte das Publikum als er "Berlin" verlauten ließ. Apop ist eine Band, die sich nur schwer einordnen lässt. Man könnte sie im Bereich Synthiepop oder auch Alternativrock ansiedeln, sie haben aber auch viele Fans in der Darkwave- und Gothic-Szene. Neben elektronischen Klängen stehen auch oft Gitarre und Schlagzeug im Vordergrund. Stephan, ein gebürtiger Däne, gründete seine Band bereits vor zwanzig Jahren. Apop befindet sich nun mit ihrem "Rocket Science"-Programm auf großer Welttournee (das Album erschien im Januar dieses Jahres). Sie rockten überwiegend, aber z.B. mit "Lost Translation" wurde es auch mal ruhiger. Die Fans kamen mal zum Luft holen, sangen aber trotzdem fleißig mit. Der Hut-Mann (Gitarrist) besuchte zwischendurch den Drummer, und die Lichtshow war auch sehr beeindruckend. Unterschiedliche Farben oder auch Buchstaben wurden auf den links und rechts stehenden Lichtinstallationen projiziert, egal ob weiß, grün, blau oder auch geblümt, es passte zu den jeweiligen Titeln. Bei "In this together" waren wir alle textsicher "Don't you see, we're in this together, you and me what I want forever...". Der Hut-Mann riss am Ende seine Gitarre in die Höhe. Und plötzlich hatten wir zwei Gitarristen auf der Bühne, einen Links- und einen Rechtshänder. Bei "Shadow" (ein Titel vom neuen Album) sorgte der Keyboarder für eine gekonnte Einleitung und darauf schnappte sich der Drummer eine rote Gitarre, erledigte alles mit links und sprang am Ende von seinem Drummerpodest. Später übernahm wieder einmal das Publikum den Gesangspart. Stephan hielt das Mikrophon in unsere Richtung und wir sangen "You keep me from breaking apart" oder auch "Love never dies". Dann rockte wieder der gesamte Columbiaclub, "Until the end" und die jubelnden Fans ließen den Keyboarder fast auf Knien spielen, nur seine Hände waren oberhalb seiner Tastatur zu sehen, und ein springender sich drehender Gitarrist rockte was Zeug hält. Dann hörte ich mir bekannte Zeilen "Everytime I see you falling I get down on my knees and pray". Genau, das Original stammt von New Order. Und noch ein Coversong: "Shine on", ein Charterfolg aus dem Jahr 2006. Viele wissen vielleicht auch nicht, dass es sich um einen Coversong handelt, im Original von "The House of Love". Wenn man schon in der Berliner Metropole weilt, gibt's natürlich auch die vom Publikum geforderten Zugaben. Für "Nonstop violence" begab sich sogar der Keyboarder erst auf die linke und dann auf die rechte Box, die recht hoch waren. Zu guter letzt, leider schon beim letzten Lied, setzte sich der Keyboarder an das Schlagzeug und hinterließ mit seinem Fuß einen eingängigen Sound, worauf der Gitarrist die Drummsticks in Beschlag nahm und einstimmte. Der Drummer nutze diese Situation und tanzte unbekümmert mitten auf der Bühne. Stephan kam noch einmal kurz dazu und dankte dem Publikum bevor er dann als Erster die Bühne verließ. Um 23:45 Uhr war die gesamte Band hinter den Kulissen verschwunden. Vielen Dank für den schönen Abend im Columbiaclub! "Apoptygma Berzerk" und "The Anix" waren toll! Ein wichtiges Anliegen habe ich noch an die Techniker bzw. auch Veranstalter: Ich höre gerne jeden einzelnen Ton, dieses war mir an diesem Abend leider nicht möglich, da ich mein Gehör leicht schützen musste, schade! Ich besuche sehr viele Konzerte und trage nie Gehörschutz. So um die 85 Dezibel sollen wohl noch gesund sein, aber ich hätte an diesem Abend keine Messung vornehmen wollen... weitere Informationen unter www.apoptygmaberzerk.de und www.theanix.com Foto Impressionen:
Vorband "The Anix":
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