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AC/DC live am 13. Mai 2009 im Zentralstadion Leipzig Bericht: Gundolf Zimmermann Fotos: Pressefotos, Gundolf Zimmermann
Der Vorverkauf für die Tickets der im März stattgefundenen Hallen-Tour schlug alle Rekorde, denn er dauerte nur wenige Minuten. Viele Fans gingen leer aus. Auch beim VVK für die Open Air-Konzerte sah es nicht viel besser aus. Doch wir hatten Glück und ergatterten 3 Tickets zum Preis von je 81,50 Euro. Am 13. Mai 2009 war es endlich soweit: gegen Mittag brachen wir in Richtung Leipzig auf. Schon Tage vorher brach bei mir vor Vorfreude das AC/DC-Fieber aus, und es stieg von Minute zu Minute an. Kurz nach 13.00 Uhr kamen wir auf dem Parkplatz am Leipziger Zentralstadion an. Nachdem wir 5 Euro Parkgebühren gelöhnt hatten, machten wir erstmal eine Pause am Auto. Ringsum auf dem Parkplatz war schon die Party im Gange. Viele sassen beim Bierchen und am Grill. Aus den Autoradios dröhnte natürlich der unverkennbare Sound von AC/DC. Aus allen Teilen Deutschlands und Europas reiseten nach und nach die Fans an. Ich sah KFZ-Kennzeichen aus Städten wie Rostock, Berlin, Stuttgart, einige Fans kamen mit PKWs auch aus den Nachbarländern Polen und Tschechien. Rings um das Zentralstadion waren schon diverse Verkaufstände für Merchendising, Getränke und Snacks aufgebaut. Auch wir deckten uns erstmal an einem Stand mit T-Shirts ein. Man hat ja schliesslich noch nicht genug ;-). Der Preis für ein normales Tour-Shirt lag bei 25 Euro. Nun ja, bei den Rolling Stones vor 6 Jahren haben wir mit 30 Euro für ein Shirt auch schon mehr bezahlt. Auch die blinkenden Teufelshörner gab es an allen Ecken und Enden zum Stückpreis von 10 Euro. Nachdem wir unsere Errungenschaften im Auto verstaut hatten, machten wir uns auf und gingen an einen Eingang für den Innenraum des Stadions. Eine große Menschentraube wies uns den Weg. Alle waren bestens gelaunt und auch viele Zeitungreporter und -fotografen sammelten unter den Fans erste Eindrücke. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch etwas über 2 Stunden bis zum offiziellen Einlass vor uns. Die Sonne brannte von oben herab und strahlte mit uns um die Wette. Die Zeit verging bei bester Stimmung wie nix. Kurz nach 16.00 Uhr kam kurz Hektik auf, denn jeder Fan wollte der Erste sein. Doch die Security machte ihren Job wirklich gut, schnell, unaufdringlich und freundlich. Im Stadion ergatterten wir 3 noch Plätze in der ersten Reihe, zwar ziemlich weit rechts zwischen Lautsprechern und Videowand, aber mit sehr guter Sicht auf die Bühne. Die Fans hatten sich rausgeputzt, einige hatten sich die Haare mit dem AC/DC-Logo verschönert und viele liefen mit schuluniform-ähnlichen Outfit als Angus Young-Kopie durch die Gegend. Die ALtersspanne der Fans würde ich mal vorsichtig mit von 7 bis 70 Jahren angeben. Der Großteil war aber im mittleren Lebensabschnitt von ca. 35 bis 55 Jahren. Es war interessant zu beobachten, wie sich das Stadion allmählich füllte.
Gegen 21.00 Uhr ging es los und lautstarker Jubel brandete unter den ca. 50 000 Fans auf. Auf riesigen Videowänden sah man einen reichlich 1,5 Minuten dauernden Comic mit Angus Young als kleiner Teufel, der einem Zug, der immer schneller wurde ordentlich einheizt. Schneller, immer schneller nahm der Rock-Express seine Fahrt auf, und dann kam aus dem Bühnenhintergrund mit Blitzen und Donnern eine dampfende Lok mit AC/DC-Logo zum Vorschein. Unter dem orkanartigen Jubel der Fans hatte also der "Rock'n Roll Train" Halt im Leipziger Zentralstadion gemacht und dieser Zug war laut ;-). Mit dem Titel "Rock'n Roll Train" vom neuen Album begrüßten die 5 Helden ihre Fans. Die nächsten Songs waren mit "Hell Ain't a Bad Place to Be" und "Back in Black" ein paar Klassiker. Auf zwei Videowänden im Hintergrund der Bühne, je eine links und eine rechts, wurden während der Show im Wechsel Comics und Livekameraaufnahmen der 5 Musiker sowie des Publikums gezeigt. Doch auch auf die neuen Songs brauchten die Fans nicht verzichten. Gut verpackt zwischen Hits wie "Dirty Deeds Done Dirt Cheap", "Thunderstruck" oder "The Jack" fanden sich der Titelsong des neuen Albums "Black Ice" und "Big Jack" wieder. Zappelphillip Angus Young legte von Anfang an mit seinem ständigem Marsch über den weit ins Publikum ragenden Laufsteg und über die gesamte Breite der riesigen Bühne los. Der Mann müßte nach einer jeden Mugge Kilometergeld kriegen. Der nur 1,57 m große Angus ist ein Riese an Energie und Durchhaltevermögen. Immer wieder forderte er die Fans auf mitzumachen. Schon nach wenigen Minuten war er schweißgebadet, doch Angus Young zog weiter richtig durch. Angus zu beobachten ist absolut faszinierend, er spielte auch zeitweise im Liegen, sich auf den Boden drehend oder wie unter Stromschläggen zuckend. Natürlich fehlte auch sein legendärer Striptease bei der Bluesnummer "The Jack" nicht. Bis auf die Shorts ließ er die Hüllen fallen und danach zog das schmächtige Kerlchen weiter seine Kreise über die Bühnenbretter. Dann senkte sich von der Bühnendecke die riesengroße Glocke mit dem AC/DC-Logo. Sänger Brian Johnson hing am Seil, welches am Glockenklöppel befestigt war und man hörte Glockenschläge. Den eingefleischten Fans war natürlich klar, dass jetzt nur "Hells Bells" folgen konnte. Phill Rudd hat bei AC/DC einen schweren Job als Schlagzeuger. Doch der Mann haut rein und trommelt wuchtig als ob es die einfachste Sache der Welt wäre. Dabei hat er noch Zeit die eine oder andere Zigarette zu rauchen. Brian Johnson sang wieder mit guter Laune und Hingabe, wobei er ständig auch den Kontakt mit den Fans suchte. Auch er nutzte die gesamte Bühnenbreite und den Laufsteg konsequent aus, dabei ist der gute Mann auch schon jenseits der 60 Jahre.
Bei "T.N.T." kochte die Stimmung noch mal richtig über, da gab das Publikum wirklich alles. Die allseits bekannte Gummipuppe wurde bei "Whole lotta Rosie" aufgeblasen und die Gummi-Rosie saß während des Liedes auf der Lok. Bei "Let There Be Rock" zog insbesondere Angus Young noch mal alle Register seines Könnens. Mit seinem wilden Solo zog er die Fans wieder in seinen Bann. Irgendwann wurde die Lok auch auf der Bühne wieder nach hinten gefahren und an ihrer Stelle gab es eine große Videowand auf der man ab diesem Zeitpunkt unter anderem Plattencover zur Untermalung zeigte. Hier endete der reguläre Teil des Konzertes. Doch im Zentralstadion hatten die Fans natürlich noch nicht genug von AC/DC. Sie kehrten zurück mit "Highway to hell", das mal ohne große Pyroshow dargeboten wurde. Anschließend kam das große Finale, auf der Bühne fuhren 6 Kanonen auf, links und rechts der Bühne (genau vor uns) fuhren je drei Kanonen auf. Mit "For Those About to Rock (we salute you)" und dem donnernden, rauchenden Salut der 12 Rohre ging das Konzert des Jahres für mich zu Ende. Schweißgebadet, ermattet aber total zufrieden machten wir uns dann später auf den Heimweg, und dabei regte uns das Verkehrschaos um das Zentralstadion nicht mal auf. Anmerkung von Deutsche-Mugge: Da wir leider keine offizielle Fotogenehmigung zur Veröffentlichung von Konzertbildern hatten, müssen wir uns auf Gundolfs Schnappschüsse vom Rande des Geschehens beschränken. Foto Impressionen: ![]() ![]()
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